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10. Dezember 2012, 18:57 Uhr

BMW & Audi

Premium-Autohersteller steuern Rekordabsatz an

In Bochum bekommt die Belegschaft das ganze Ausmaß der Opel-Krise zu spüren, BMW und Audi rechnen dagegen mit Rekordverkäufen: Die Nachfrage nach teuren deutschen Wagen in den USA und China hilft den Premium-Konzernen über die Krise hinweg.

München/Ingolstadt/Stuttgart - Audi hat den Verkaufsrekord des vergangenen Jahres bereits im November gebrochen, BMW fehlten dazu Ende November nur noch 5000 Autos. Im Gegensatz zu Opel, das voll von der Krise in Europa getroffen wird, profitieren die Premiumhersteller von der weiter steigenden Nachfrage auf den beiden weltgrößten Automärkten China und USA.

Dort sind teure deutsche Wagen stark gefragt. So können Schwächen in Europa, wo die Märkte seit gut einem Jahr schrumpfen, leicht wettgemacht werden. Auf dem Heimatkontinent setzen die Hersteller nicht einmal die Hälfte aller Fahrzeuge ab. Angesichts der Autokrise in Europa gingen die Audi-Verkäufe dort um 1,5 Prozent zurück. Kräftig aufwärts ging es für die VW-Tochter weiter in China und in den USA.

Mit 123.600 Autos machte Audi im November ein Plus von 11 Prozent, BMW legte mit 170.000 Wagen sogar um fast 23 Prozent zu. Im November fehlten nur noch 5000 Verkäufe, um den Absatz des gesamten Vorjahres zu erreichen. Da BMW im November rund 5000 Wagen pro Tag verkaufte, dürfte die Marke inzwischen geknackt sein.

Nicht ganz so rosig verlief das Geschäft für Daimler: Zwar verkaufte der Konzern so viele Fahrzeuge wie noch nie zuvor im November. Auf dem wichtigen Wachstumsmarkt China verloren die Schwaben aber weiter an Boden. Daimlers zentrale Pkw-Sparte mit den Marken Mercedes-Benz, AMG, Smart und Maybach verkaufte im November zwar 128.768 Autos - und erreichte damit im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat ein Plus von 5,3 Prozent. In China waren die Verkäufe aber weiter rückläufig.

mia/dpa/Reuters

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