Autokonzern Hyundai investiert Milliarden in Fabriken

Der südkoreanische Autohersteller Hyundai geht in die Offensive. Der Volkswagen-Konkurrent will neue Fabriken bauen und bestehende erweitern, insgesamt will der Konzern mehr als 60 Milliarden Euro investieren.

Hyundai-Zentrale in Seoul: Investitionen von rund 62 Milliarden Euro
DPA/Yonhap

Hyundai-Zentrale in Seoul: Investitionen von rund 62 Milliarden Euro


Seoul - Nach einem Absatzrekord im vergangenen Jahr hat der südkoreanische VW-Konkurrent Hyundai neue Investitionen von fast 81 Billionen Won (umgerechnet rund 62 Milliarden Euro) angekündigt. Davon sollen in den nächsten vier Jahren gut 49 Billionen Won in den Bau und die Erweiterung neuer und bestehender Anlagen sowie knapp 32 Billionen Won in die Forschung und Entwicklung gehen, wie die Hyundai-Motor-Gruppe am Dienstag mitteilte.

Mehr als drei Viertel der Summe wolle der Autokonzern im Heimatland investieren, sagte eine Sprecherin. Die Regierung Südkoreas hatte Konzerne mit großen Barbeständen zuletzt gedrängt, mehr zu investieren und für mehr Beschäftigung zu sorgen.

Der weltweit fünftgrößte Autokonzern mit den Marken Hyundai und Kia hatte zuletzt ein Grundstück in Seoul für umgerechnet fast acht Milliarden Euro erworben, auf dem nach dem Vorbild von VW in Wolfsburg eine Art Autostadt einschließlich einer neuen Konzernzentrale entstehen soll.

Daneben wollen Hyundai Motor und die kleinere Schwester Kia Motors in den nächsten Jahren unter anderem neue Fabriken in Mexiko und China errichten. Ein Entwicklungsschwerpunkt liegt im Bau von Elektrofahrzeugen. Im nächsten Jahr will Hyundai Motor sein erstes batteriebetriebenes E-Auto auf den Markt bringen.

Der südkoreanische Konzern hatte 2014 erstmals die Marke von acht Millionen verkauften Fahrzeugen geknackt. Für 2015 wird ein Absatz von 8,2 Millionen Autos angepeilt. Zum Vergleich: Auch wenn genaue Zahlen für 2014 noch nicht vorliegen, dürften sich Schätzungen zufolge Toyota und VW 2014 ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz liefern und jeweils fast zehn Millionen Autos verkauft haben. Auf dem dritten Rang folgt der US-Konzern General Motors, auf Rang vier liegt Renault-Nissan.

nck/dpa



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jue711 06.01.2015
1. Wer kann der kann
... und ein KIA hat 7 Jahre Herstellergarantie, Hyundai 5. Unser neuer Kia wäre ein Golf müsste man sich nicht mit 2 oder 3 Jahren begnügen und mit der Sicherheit dass nach Ablauf dieser Zeit nicht unerhebliche Reparaturen auf einen zu kommen. Schade, denn der Preisunterschied von 20% ist da gar nicht ausschlaggebend die Folgekosten sind es.
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