Autonomes Fahren Roboterautos können Volkswirtschaft Milliardenkosten ersparen

Sinkende Fahrkosten, geringere Pendlerzeiten, weniger Unfälle: Das autonome Fahren macht Volkswirtschaften effizienter. Deutschland könnte laut einer Prognose bis zu 15 Milliarden Euro pro Jahr sparen.

Autonomer Stadionbus in Russland
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Autonomer Stadionbus in Russland


Das autonome Fahren wird einer Studie zufolge in Deutschland künftig milliardenschwere Einsparungen bringen. Das berichtet die Zeitung "Bild am Sonntag" unter Berufung auf eine Untersuchung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

Demzufolge prognostizieren die Experten hierzulande eine Senkung der volkswirtschaftlichen Kosten in Höhe von jährlich 8,3 Milliarden Euro sowie eine Verringerung der CO2-Emissionen um 6,2 Millionen Tonnen. Langfristig könnten beim vollautonomen Fahren sogar mindestens 15 Milliarden Euro jährlich eingespart werden.

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Nach Einschätzung der DIHK-Fachleute führt das fahrerlose Fahren zu einer Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs sowie der Betriebskosten durch Zeitersparnis und steigende Sicherheit. Allein die erwartete Verringerung der durchschnittlichen Fahrzeit um 20 Prozent entspreche einer Ersparnis von 4,1 Milliarden Euro pro Jahr.

Laut dem Bericht wird in der Studie damit gerechnet, dass bis 2030 bereits Elemente des vollautomatisierten Fahrens wie fahrerloses Parken zum Einsatz kommen.

ssu/Reuters



insgesamt 32 Beiträge
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SanchosPanza 15.07.2018
1. Ich fahre schon autonom
Ich kann, wenn ich das will, schon jeden Tag autonom und umweltfreundlich fahren. Das nennt sich öffentlicher Nah- und Fernverkehr in seinen vielen Spielarten. Ich löse ein Ticket, setze mich rein. lese oder surfe während der Fahrt und komme erholt an. Das alles schon jetzt, ohne technologischen Overkill. Will ich wirklich mal schnell genau von A nach B, dann rufe ich ein Taxi. Der freundliche Fahrer nimmt mir auch die Arbeit ab und kostet im Vergleich zu den nur rudimentär und sowieso auch nur begleitet fahrenden Technologiewundern von Google, Tesla oder Apple, ein ganz kleines Geld.
Marut 15.07.2018
2. Welche Kosten werden wirklich gespart?
Es ist natürlich geschickt vom DIHK dargestellt, dass es sich um Energieeinsparung, CO2-Ausstoß und andere als allgemein positiv bewertete Einsparungen handelt. Das es dabei aber auch darum geht, menschliche Arbeit durch maschinelle Arbeit zu ersetzen und gerade da enorme Einsparungen, die gleichzeitig in erster Linie Profitsteigerungen sind, handelt, wird tunlichst hier unterschlagen. Hier entstehen aber enorme Folgekosten, denn all diese Menschen wollen auch anständig leben - und wer bezahlt diese Kosten? Wer hier jetzt auf die Idee kommt, dass das ja durch die zusätzlichen Gewinne getragen werden könnte, wird sicher auf den harten Widerstand u.a. auch des DIHK stossen.
ihawk 15.07.2018
3. Volkswirtschaft Ersparnis?
Die Volkswirtschaft wird keine Ersparnisse verzeichnen, sondern eine Zuwachsrate der Arbeitslosen und damit Mehrkosten die auf den Staat abgewälzt werden.
arr68 15.07.2018
4. Wer glaubt denn sowas
das einzige Einsparpotential liegt im Sharing oder stärker noch darin, das diese Fahrzeuge nicht in Privatbesitz kommen dürfen, denn ansonsten steigen sogar die Kosten. Spielen wir das doch mal durch. Der Besitzer lässt sich zum Büro fahren und zwar bis vor die Tür weil es geht. Danach sucht sich das Fahrzeug einen Parkplatz und wartet aufs Herrchen. Wo ist da eine Einsparung... Anders ist es, wenn das Fahrzeug die Taxis ablöst, allerdings spart das auch nix, weil es Arbeitslose produziert. Zusammengefasst spart autonomer Einzeltransport mal nix.
wolflangecker 15.07.2018
5. Fragliche Einsparungen
Ich halte es auch für reichlich merkwürdig, wie man da auf Einsparungen kommt, von der Parkplatzsuche mal abgesehen, aber das ginge auch ohne autonom fahrende Autos, wenn man die Straßen mit entsprechenden Sensoren ausrüstet (muss auch bei autonom fahrenden Autos gemacht werden, also keine Einsparung). Wenn die Autos im Privatbesitz sind, werden auch beim co2 nur deshalb Einsparungen vorhanden sein, weil diese Autos im Gegensatz zu den meisten Menschen, vernünftig und vorausschauend fahren wird und die Staus wahrscheinlich fast verschwinden werden. Noch mehr wäre beim Sharing möglich, aber dann werden die Kosten eher steigen, wegen dem Müll und Dreck, den die meisten dort lassen würden. Und dann sind wir eigentlich schon beim ÖPNV, da selten zwei Menschen exakt in die gleiche Richtung müssen, dafür wären eventuell Umwege nötig, sowie eine exakte Zeitplanung der Mitfahrer. „Ich habe das Auto verpasst!“ wird dann wahrscheinlich Ausrede Nummer eins!
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