BMW, Audi, Daimler: Deutsche Nobelhersteller feiern Rekord

BMW, Audi und Daimler haben 2012 so viele Autos verkauft wie noch nie. An der Spitze der Premiumhersteller liegt BMW - vor allem dank starker Zuwächse in China und den USA. Daimler dagegen konnte in der Volksrepublik nur wenig zulegen.

BMW-Produktion in München: Verkaufsplus von knapp elf Prozent Zur Großansicht
dapd

BMW-Produktion in München: Verkaufsplus von knapp elf Prozent

München - BMW, Audi und Daimler haben 2012 so viele Autos verkauft wie nie zuvor - und peilen auch im neuen Jahr neue Bestwerte an. Die drei deutschen Nobelhersteller profitieren weiter von der ungebrochenen Nachfrage nach teuren Autos vor allem in Asien und Nordamerika. Zwar bekommen die Autobauer die Euro-Schuldenkrise und die schwächere Konjunktur in vielen Ländern zu spüren, ernsthaft bremsen konnten die wirtschaftlichen Turbulenzen die Konzerne bisher nicht - ganz im Gegensatz zu vielen Massenherstellern wie Opel oder Peugeot.

Gemessen an den Verkaufszahlen steht BMW Chart zeigen im Dreikampf mit Audi Chart zeigen und Daimler Chart zeigen weiter unangefochten an der Spitze. Mit einigem Abstand liegt die VW-Tochter Audi dahinter und hat 2012 Daimler knapp hinter sich gelassen. Zwar betonen die Hersteller stets ihre Gelassenheit im Ringen um die Spitze der Oberklasse, doch die Verfolger haben vor allem ein Ziel: Bis 2020 wollen Audi und Daimler an der Spitze stehen.

BMW lieferte 2012 weltweit 1,84 Millionen Autos aus. Das sind fast elf Prozent mehr als im Rekordjahr 2011. Die Münchner verteidigen damit 2012 ihre Spitzenstellung deutlich. Auf dem zweiten Platz findet sich inzwischen Audi: Die VW-Tochter setzte vergangenes Jahr rund 1,45 Millionen Autos ab (+11,7 Prozent) und zog damit am Konkurrenten Daimler vorbei, der im vergangenen Jahr auf 1,42 Millionen Autos kam.

Daimler mit schwachem Plus in China

Vor allem in China haben die Schwaben anders als die Konkurrenz zu kämpfen. Während Audi ein Jahresplus von fast 30 Prozent verbuchte und BMW ein Zuwachs von 40 Prozent vermeldete, konnte Daimler im Gesamtjahr nur ein schmales Plus von 1,5 Prozent verzeichnen.

Angesichts der durchwachsenen Vorstellung der Schwaben auf dem inzwischen wichtigsten Automarkt der Welt, krempelt der Dax-Konzern derzeit seine Vertriebsstrukturen in China um. Mit einem eigens geschaffenen China-Ressort im Vorstand soll der Abstand auf die Rivalen verkürzt werden.

Denn China gilt als wichtigster Markt der Zukunft, ohne den sich das Rennen um die Krone der Oberklasse nicht gewinnen lässt. Dieses Jahr könnte sogar die Marke von 20 Millionen verkauften Autos geknackt werden, sagte der stellvertretende Generalsekretär des chinesischen Branchenverbandes CAAM, Ye Shengji.

cte/dpa

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