Stuttgart 21: Bahn-Aufsichtsratschef kommt doch in Verkehrsausschuss

Erst sagte er ab, jetzt hat er seine Meinung geändert: Bahn-Aufsichtsratschef Utz-Hellmuth Felcht will nun doch zum Thema Stuttgart 21 in den Verkehrsausschuss des Bundestags kommen. Zuvor hatte er die Einladung der Parlamentarier ausgeschlagen.

Berlin - Bahn-Aufsichtsratschef Utz-Hellmuth Felcht kommt nun doch in den Verkehrsausschuss des Bundestags. Felcht nahm eine Einladung zur Sitzung am 27. Februar an, wie der bundeseigene Konzern in Berlin mitteilte. Wegen der immens gestiegenen Kosten des Bahnhofsumbaus wollen auch Bahn-Chef Rüdiger Grube und Infrastruktur-Vorstand Volker Kefer an den Gesprächen mit den Abgeordneten teilnehmen.

Seit Monaten wollten die Abgeordneten den Vorsitzenden des Bahn-Aufsichtsrats in den Ausschuss des Parlaments einladen, Felcht lehnte die Einladungen jedoch stets ab. Zuletzt hatte er dann angeboten, die Parlamentarier zu einem "Meinungsaustausch" in der Bahn-Zentrale zu empfangen. Diese lehnten aber ab, wie SPIEGEL ONLINE berichtete. Der Ausschuss beharrte darauf, dass er ins Parlament kommt, um alle Mitglieder direkt aus erster Hand zu informieren.

kut/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Wenn die Eigentümer rufen
rainer_daeschler 21.02.2013
Schön, dass sich bei Aufsichtsratschef Utz-Hellmuth Felcht endlich die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass die Einladenden sehr viel mit der Eigentümerschaft des Unternehmens zu tun haben, welches er in dieser Eigenschaft kontrollieren sollte. Bisher spielte sich alles zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und Verkehrsminister ab, eine Eintracht wo bisher offensichtlich nur ungenügend hinterfragt wurde.
2. S21 kommt
Walther Kempinski 21.02.2013
Der Aufsichtsrat wird S21 genehmigen. Die Meldung fehlt heute im SPON. Damit ist das Projekt durch. Die Gegner können nun endlich aufhören so zu tun, als würden sie sich um den Bahnhof scheren. S21 hat somit den Point-of-no-return erreicht. Ein Abbruch ab jetzt wird teurer als ein Weiterbau.
3. Aufsichtsratsbeschluss?
rainer_daeschler 21.02.2013
Zitat von Walther KempinskiDer Aufsichtsrat wird S21 genehmigen. Die Meldung fehlt heute im SPON. Damit ist das Projekt durch.
Vielleicht hat man bei SPON die ominöse Pressemeldung bei Reuters genauer gelesen und gemerkt, dass der Aufsichtsrat der Bahn noch gar nicht getagt hat?
4. "Point of no return"?
Eschenbürger 21.02.2013
Zitat von Walther KempinskiS21 hat somit den Point-of-no-return erreicht. Ein Abbruch ab jetzt wird teurer als ein Weiterbau.
Es verfestigt sich der Eindruck, dass es so manchen Lobbyisten um nichts anderes mehr geht: Den "Point of no return" erreichen - und sich dann möglichst lange an den absehbaren Problemen eine goldene Nase verdienen. Von den vielen Tunnel-Kilometern ist allerdings noch kein einziger gebohrt, die Baugrube zum Tiefbahnhof ist noch nicht ausgehoben, der neue Bahnhof am Flughafen ist noch nicht einmal genehmigt und die Kosten eines Abbruchs (ca. 0.5 Mrd.) betragen etwa 1/10 bis 1/20 der Weiterbau-Kosten: "Point of no return" sieht meines Erachtens anders aus.
5. Klarzahlen bei "Klartext"?
midocca 22.02.2013
Zitat von Walther KempinskiDer Aufsichtsrat wird S21 genehmigen. Die Meldung fehlt heute im SPON. Damit ist das Projekt durch. Die Gegner können nun endlich aufhören so zu tun, als würden sie sich um den Bahnhof scheren. S21 hat somit den Point-of-no-return erreicht. Ein Abbruch ab jetzt wird teurer als ein Weiterbau.
Rainer Daeschler hats ja schon erwähnt:Der AR muß erst mal tagen,wie und ob er dann überhaupt und vor allem,auf welcher echten Zahlenbasis er entscheiden wird,wissen die Götter.Ob der vermeintliche Aufschub bis nach der BTW ohne verheerende Kollateralschäden abgeht,wissen wir nach dem 23.09.-könnte leicht für mehrere Beteiligte ein day of no return werden. Mit dem Gutes-Geld-dem-schlechten- Nachwerfen,sind die Hauptgegner des Unsinnsprojektes S21,Mathematik,Physik und Geologie übrigens nicht zu beeinflussen,sowas machen nur miserable Betriebswirtschaftler und von solchen beratene Politiker,denen ersteres ja ohnehin nicht gehört. Alter Demokrat,blendungsgeschützter Unternehmer-gegen-S21
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