Berlin - Die Deutsche Bahn hat einen Plan: Bis 2020 will der Staatskonzern seinen Umsatz auf 70 Milliarden Euro steigern - das wäre beinahe eine Verdopplung. Rund zehn Milliarden Euro sollen dabei Käufe anderer Unternehmen beitragen. Im vergangenen Jahr nahm die Bahn knapp 38 Milliarden Euro ein, schon das ist ein Rekord.
Auch sonst lief es im vergangenen Jahr gut für das Transportunternehmen. Mit fast zwei Milliarden Reisenden waren 2011 so viele Menschen mit den Zügen unterwegs wie nie zuvor, teilte die Bahn am Donnerstag mit. Das ist ein Zuwachs von 1,6 Prozent im Vergleich zu 2010.
Der Umsatz stieg um rund zehn Prozent auf knapp 38 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn legte um fast ein Viertel auf 2,3 Milliarden Euro zu. Wegen Problemen im Güterverkehr hat das Unternehmen zwar nicht gute Zahlen erreicht wie ursprünglich erhofft. Konzernchef Rüdiger Grube sieht sein Unternehmen aber dennoch "auf dem richtigen Weg".
In diesem Jahr will die Bahn den Umsatz auf 40 Milliarden Euro steigern und den Betriebsgewinn auf 2,6 Milliarden Euro erhöhen. Bis 2020 soll es dann weiter aufwärtsgehen.
Und noch ein Ziel hat Grube sich gesetzt: In den nächsten Jahren will er die Unternehmenskultur des Konzerns verbessern und so unter die zehn beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland vorstoßen. Bislang taucht der Konzern, der 2009 einen Spitzelskandal ausgelöst hatte, in den einschlägigen Arbeitgeberrankings eher auf den hinteren Plätzen auf.
Das Unternehmen suche qualifizierte und motivierte Mitarbeiter, sagte Grube. Um gute Mitarbeiter zu halten und neue zu gewinnen, müsse sich die Bahn jedoch gegen andere namhafte Unternehmen behaupten. "Deshalb arbeiten wir hart daran, die Mitarbeiterzufriedenheit weiter wesentlich zu verbessern."
stk/Reuters/dpa-AFX
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