Bahn Lokführer streiken Mittwoch ab 14 Uhr

Die Lokführergewerkschaft GDL plant einen 14-Stunden-Streik: Der Arbeitskampf soll von Mittwoch 14 Uhr bis Donnerstagmorgen um 4 Uhr dauern. Es ist der vierte Ausstand in dem seit Monaten schwelenden Konflikt.


Frankfurt am Main - Die Lokführergewerkschaft GDL hat ihre Mitglieder bundesweit zu einem 14-stündigen Streik bei der Deutschen Bahn (DB) aufgerufen. Die Lokführer sollen flächendeckend die Arbeit niederlegen, teilt die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer mit. Der Arbeitskampf startet am Mittwoch um 14 Uhr und soll bis 4 Uhr am Donnerstagmorgen dauern.

Erfahrungsgemäß sind aber auch danach noch erhebliche Einschränkungen möglich. Betroffen sind der Fern- und Regionalverkehr ebenso wie S-Bahnen und der Güterverkehr.

Die Deutsche Bahn verweigere inhaltliche Tarifverhandlungen mit der GDL, kritisierte der Vorsitzende Claus Weselsky. "Die DB verlangt von uns tatsächlich, dass wir die Füße stillhalten, bis wir gesetzlich abgeschafft werden", sagte Weselsky.

"Ein starkes Stück"

Die Bahn wies den Vorwurf zurück, sie weigere sich, über Inhalte zu verhandeln. "Es ist angesichts der Liste von Angeboten und Vorschlägen schon ein starkes Stück zu behaupten, die DB wolle nicht über Inhalte sprechen", teilte eine Sprecherin mit. "Die GDL weiß genau, dass das Gegenteil der Fall ist."

Der Tarifstreit zwischen Lokführern und Bahn schwelt seit Monaten. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, hatten die Lokführer bereits dreimal ihre Arbeit niedergelegt. Erst in der Nacht zum Mittwoch vergangener Woche hatte ein neunstündiger Streik den Bahnverkehr zum Erliegen gebracht und auch tagsüber noch zu zahlreichen Verspätungen und Ausfällen geführt. Der Ausstand legte vor allem den Regionalverkehr lahm.

Die GDL fordert fünf Prozent mehr Geld und eine zwei Stunden kürzere Wochenarbeitszeit. Sie will auch für Zugbegleiter, Bordgastronomen sowie Disponenten verhandeln, die in den Leitzentralen Züge und Personal koordinieren. Daran scheiterten bislang die Verhandlungen. Ende August hatten die Lokführer ein Angebot der Bahn ausgeschlagen und eine "große Protestaktion" angekündigt. Anfang Oktober hatten die Mitglieder der GDL in einer Urabstimmung mit großer Mehrheit für neue Streiks votiert.

Alles zum Bahnstreik am 15. Oktober

bos/dpa



insgesamt 120 Beiträge
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nomade61 14.10.2014
1. Sollen sie ruhig streiken. ...
diese Quasi-Beamten werden irgendwann froh sein, wenn sie überhaupt noch einen Job haben....wenn es denn noch genug Energie gibt, die Triebwagen anzutreiben...ich verstehe nicht, was das soll. Privilegierte streiken auf dem Rücken der Fahrgäste, die mit der DB (Doofe Bahn) schon so unhaltbare Zustände ertragen müssen. Das ist eine ausgemachte Sauerei und diese unverantwortlichen Gewerkschaftsheinis heizen das so richtig an.
zick-zack 14.10.2014
2. Na hoffentlich...
...bewegt sich die DB dann endlich mal, damit ihre Kunden dann endlich wieder zuverlässig transpo... ähhh befördert werden!
constantin3003 14.10.2014
3. Güterzüge
Bestreikt die Güterzüge, wenn ihr der DB schaden wollt!! Nicht den Personen-nah-Verkehr Unglaublich MfG
b.ivanova 14.10.2014
4.
Ich weiß nicht, wie viel genau ist ein Gehalt in die DB, aber die Preise des öffentlichen Verkehrs in Deutschland sind extrem hoch. Unter den Höchsten in fast allen EU-Mitgliedsstaaten. Wirklich die Qualität ist gut, aber die Preise auch. So dass, wenn die Mitarbeiter nicht gutes Geld erhalten haben, als die Fragen, warum ist dass....
minkali 14.10.2014
5. ich als Studentin,
die pendeln muss und eben nicht die finanziellen Mittel dazu hat jedes mal den weiten Weg mit dem Auto zu fahren, verliere langsam das Verständnis! Vor allem finde ich die späten Ankündigungen unter aller Würde.
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