Banken-Erfolge Auch Wells Fargo und Morgan Stanley melden hohe Gewinne

Die US-Banken setzen ihren Erholungskurs fort. Nach den beeindruckenden Zahlen von Goldman Sachs und JP Morgan melden erneut zwei Großbanken überraschend hohe Gewinne.

Zentrale von Morgan Stanley: Erster Gewinn seit drei Quartalen
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Zentrale von Morgan Stanley: Erster Gewinn seit drei Quartalen


Washington - Die US-Großbanken Wells Fargo und Morgan Stanley haben im dritten Quartal hohe Gewinne verzeichnet. Die in San Francisco ansässige Bank Wells Fargo meldete am Mittwoch einen Quartalsgewinn von 3,2 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro). Das waren 98 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Morgan Stanley gab in New York einen Quartalsgewinn von 757 Millionen Dollar bekannt. Es war das erste Plus nach drei Verlustquartalen.

Wells Fargo hatte im vergangenen Jahr seinen angeschlagenen Konkurrenten Wachovia übernommen. Die Umsätze der fusionierten Großbank verdoppelten sich im Jahresvergleich auf 22,5 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

Wells Fargo warnte zugleich vor weiteren Unsicherheiten: Die Ausfälle aus Verbraucherkrediten würden wohl erst im ersten Halbjahr 2010 ihren Höhepunkt erreichen, ehe sie langsam wieder zurückgehen dürften. Morgan Stanley teilte mit, die Gewinne der Bank seien vor allem auf das gut laufende Investmentgeschäft zurückzuführen.

mik/AFP/dpa-AFX



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rabenkrähe 09.10.2009
1.
Zitat von sysopIm Zuge der Krise sind verschiedene Bücher erschienen, in denen Ex-Banker mit ehemaligen Kollegen und den rauen Sitten der Industrie abrechnen. Was glauben sie - ist das Bankenwesen ein Geschäft wie jedes andere?
...... Zwar ist das Bankenwesen noch schlimmer, als viele andere Branchen, man realisiere nur die Entwicklung der letzten drei Jahrzehnte mit immer größeren Einheiten, mit Direktbanken, mit Kundenfeindlichkeit, mit der Auflösung alter Strukturen und mit Handelsformen, die nur noch auf Profit und Schnelligkeit abgestellt waren, doch steht das Bankenwesen letztlich im Einklang mit der gesellschaftlichen Entwicklung, in der jedem seine Überflüssigkeit und Austauschbarkeit demontriert wird. Die Ellenbogengesellschaft ist das Maß der Dinge. Bei auffallend profit- und erfolgsorientierten Einheiten ist das natürlich focussiert zu beobachten! rabenkrähe
Hartmut Dresia, 10.10.2009
2.
Zitat von rabenkrähe...... Zwar ist das Bankenwesen noch schlimmer, als viele andere Branchen, man realisiere nur die Entwicklung der letzten drei Jahrzehnte mit immer größeren Einheiten, mit Direktbanken, mit Kundenfeindlichkeit, mit der Auflösung alter Strukturen und mit Handelsformen, die nur noch auf Profit und Schnelligkeit abgestellt waren, doch steht das Bankenwesen letztlich im Einklang mit der gesellschaftlichen Entwicklung, in der jedem seine Überflüssigkeit und Austauschbarkeit demontriert wird. Die Ellenbogengesellschaft ist das Maß der Dinge. Bei auffallend profit- und erfolgsorientierten Einheiten ist das natürlich focussiert zu beobachten! rabenkrähe
Wie sollte man dem widersprechen? Doch zu vergessen ist nicht, dass die Zerrüttung des Arbeitsmarktes insbesondere auch Folge falscher Politik ist: Heiner Flassbeck: Gescheitert - Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert (http://www.plantor.de/2009/gescheitert-warum-die-politik-vor-der-wirtschaft-kapituliert/)
paul sartre 10.10.2009
3.
Zitat von rabenkrähe...... Zwar ist das Bankenwesen noch schlimmer, als viele andere Branchen, man realisiere nur die Entwicklung der letzten drei Jahrzehnte mit immer größeren Einheiten, mit Direktbanken, mit Kundenfeindlichkeit, mit der Auflösung alter Strukturen und mit Handelsformen, die nur noch auf Profit und Schnelligkeit abgestellt waren, doch steht das Bankenwesen letztlich im Einklang mit der gesellschaftlichen Entwicklung, in der jedem seine Überflüssigkeit und Austauschbarkeit demontriert wird. Die Ellenbogengesellschaft ist das Maß der Dinge. Bei auffallend profit- und erfolgsorientierten Einheiten ist das natürlich focussiert zu beobachten! rabenkrähe
90% der Leistungen der Finanzindustrie sind überflüssig, da sie nur aus Zockerei bestehen. Die Ellenbogen-Gesellschaft der Banken und ihr kurzer Atem hat inzwischen alle Bereiche unseres Lebens ergriffen. Es hat den Anschein, dass der, der nicht mitspielt in dieser ruppigen, kurzatmigen Gesellschaft, der Dumme ist.
Chromlatte 10.10.2009
4.
Auf jeden Fall gnadenloss dumm und unbelehrbar - das sei mal gewiss!
Volker Gretz, 10.10.2009
5.
Zitat von sysopIm Zuge der Krise sind verschiedene Bücher erschienen, in denen Ex-Banker mit ehemaligen Kollegen und den rauen Sitten der Industrie abrechnen. Was glauben sie - ist das Bankenwesen ein Geschäft wie jedes andere?
Nein - besser! Der Mafia ist es nicht gelungen, ganze Gesellschaften um Billionen zu erpressen. Die hat allerdings auch den Nachteil eines Ehrenkodex'.
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