Wechselkursmanipulation Großbanken drohen Milliardenzahlungen

Dubiose Währungsgeschäfte kommen fünf der weltgrößten Banken teuer zu stehen: Laut "Financial Times" haben sich Institute wie JPMorgan, UBS und Barclays mit der US-Justiz auf einen sechs Milliarden Dollar schweren Vergleich geeinigt.

Barclays-Zentrale in London (M.): Teurer Vergleich
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Barclays-Zentrale in London (M.): Teurer Vergleich


Fünf der weltgrößten Banken stehen offenbar hohe Bußgelder ins Haus. Die Schweizer UBS, die britischen Institute Barclays und Royal Bank of Scotland sowie die US-Finanzinstitute JPMorgan und Citigroup werden laut "Financial Times" wegen Tricksereien an den Währungsmärkten mit mehr als sechs Milliarden Dollar zur Rechenschaft gezogen.

Händler der Institute sollen über Jahre illegale Absprachen am billionenschweren Devisenmarkt getroffen haben. Der entsprechende Vergleich mit dem US-Justizministerium dürfte am Mittwoch offiziell verkündet werden, heißt es in dem Artikel. Die betroffenen Banken lehnten Stellungnahmen ab.

Die UBS kommt laut dem Bericht günstiger davon, weil sie frühzeitig mit den Ermittlern kooperiert habe. Die Barclays-Bank müsse die mit Abstand höchste Summe zahlen. Sie hatten sich, anders als die übrigen Institute, im November noch nicht mit anderen US-Behörden in dem Fall arrangiert. Schon seinerzeit waren Strafzahlungen von insgesamt 4,3 Milliarden Dollar für sechs Banken vereinbart worden.

ssu/dpa

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insgesamt 122 Beiträge
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Seite 1
Bueckstueck 12.05.2015
1. Äh...ja...
Wieso werden diese Banken eigentlich (fast immer) nur in den USA zur Kasse gebeten und nicht auch noch rund um den Globus - die Schäden die Bankster anrichten sind praktisch immer global. So füllt sich nur der US Staat die Taschen mit Busgeldern, für alle anderen gilt: Ausser Schäden nichts gewesen.
freestyle1 12.05.2015
2.
Peanuts!
Eduschu 12.05.2015
3. Gespannt
Da bin ich jetzt mal gespannt, wie die vielen schweizer Foristen reagieren, die sich wegen der Verfehlungen der Deutschen Bank schier nicht mehr eingekriegt haben, wenn jetzt eine Bank aus ihrem Land betroffen ist.
decathlone 12.05.2015
4. Pirates oft the Carribean....
Kann es sein, dass da die USA das Geld abschöpfen, dass die ehrenwerte Gesellschaft Sparern und Investoren auf der ganzen Welt, also auch Bürgern anderer Staaten, mit diesem Betrug abgenommen hat? Entweder man schiebt diesem Treiben endlich einen Riegel vor oder man entschädigt die Geschädigten dieser Praktiken! Diese Praxis erhöht nur das Interesse starke Finanzplätze zu haben, da man so auch seinen Teil vom geklärten Kuchen ab bekommt.
fabfabfab 12.05.2015
5. Wieso nicht bei uns?
Wenn die Banken ihr Geld auf Kriminelle Art und Weise "verdienen" müssen sie auch wie die Mafia bestraft werden, Individuen müssen in den Knast. Darüber hinaus können wie in USA Geldstrafen verhängt werden. Ist wahrscheinlich das einzig wirksame und die Allgemeinheit bekommt wenigstens ein bisschen Geld zurück das uns im Zuge der Krise genommen wurde.
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