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Bankenbilanz Citigroup überrascht mit sattem Gewinnsprung

Citigroup-Gebäude: Einnahmen sinken um sieben ProzentZur Großansicht
REUTERS

Citigroup-Gebäude: Einnahmen sinken um sieben Prozent

In der Finanzkrise musste die Citigroup vom Staat gerettet werden, jetzt scheffelt die US-Großbank wieder Milliarden: Im zweiten Quartal verdiente das Wall-Street-Institut 3,3 Milliarden Dollar. Die Einnahmen gingen allerdings zurück.

New York - Der Start in die Bilanzsaison von US-Banken ist glänzend gestartet. Die Citigroup schloss das zweite Quartal mit einem Gewinn von 3,3 Milliarden Dollar ab - und strich damit fast ein Viertel mehr ein als noch vor einem Jahr. Die Einnahmen fielen allerdings um sieben Prozent auf 20,6 Milliarden Dollar, wie die Bank am Freitag mitteilte. Sie lagen damit aber ebenfalls über den Schätzungen der Analysten.

An den Börsen kam der Zwischenbericht gut an: Die Citigroup-Aktie legte vorbörslich um fast drei Prozent zu. Analysten schwankten in ersten Reaktionen zwischen Überraschung und Vorsicht. "Sie haben die Erwartungen klar übertroffen, damit hat keiner gerechnet", sagte Brad Kelly, Portfolio-Manager bei Magnum Opus Financial. Kollege Matt McCormick von Bahl & Gaynor Investment Counsel lenkte den Blick dagegen auf den Rückgang der Einnahmen und den schwächelnden Handel. "Es ist ein gutes Quartal, sie sind dabei, ihre Probleme zu lösen. Aber sie sind noch nicht aus dem Gröbsten heraus."

Die US-Regierung bewahrte das Institut in der Finanzkrise mit Geldspritzen von 45 Milliarden Dollar vor dem Kollaps. Bankchef Vikram Pandit verordnete dem Haus danach eine Sanierungskur - jetzt geht es wieder aufwärts.

Mit der Citigroup Chart zeigen hat zudem die zweite US-Großbank in Folge wesentlich besser abgeschnitten als gedacht. US-Branchenprimus JPMorgan Chase Chart zeigen hatte am Donnerstag einen Gewinn von unterm Strich 5,4 Milliarden Dollar vermeldet. Das hatte den Anlegern etwas die Sorgen genommen, dass die Probleme in Griechenland oder Irland sich massiv auf die Banken durchgeschlagen haben. Auch die drohende Zahlungsunfähigkeit der USA belastet die Märkte - hier streiten die politischen Lager um eine Anhebung der Obergrenze für die Aufnahme neuer Schulden.

Viele Investoren halten sich angesichts dieser ungesunden Mischung derzeit mit Geldanlagen zurück - den Wall-Street-Häusern entgehen dadurch einträgliche Geschäfte. Die Citigroup berichtete von "schwierigen Bedingungen für den Handel" und weniger Kundeninteresse vor allem im Anleihemarkt. Dagegen warf das Privatkundengeschäft mit 1,6 Milliarden Dollar fast anderthalb mal soviel Geld ab wie im Vorjahreszeitraum.

yes/Reuters

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insgesamt 2 Beiträge
drausch 15.07.2011
Ist doch logisch, wenn diese Banken ein paar Miese mit Anleihen schlecht gerateter EU-Staaten machen, werden diese schnell durch EZB und Steuerzahler ausgelichen. Und die Gewinne die sie mit dem spekulativen Hochtreiben von Öl- [...]
Ist doch logisch, wenn diese Banken ein paar Miese mit Anleihen schlecht gerateter EU-Staaten machen, werden diese schnell durch EZB und Steuerzahler ausgelichen. Und die Gewinne die sie mit dem spekulativen Hochtreiben von Öl- und Rohstoffpreisen machen, werden sie wahrscheinlich nicht mal versteuern. Ich kann diese Meldungen bald nicht mehr hören. Wer gebietet diesen Betrügern endlich einhalt. Die Gewinne gehörten staatlicherseits konfisziert, oder zumindest auf ein gesperrtes Konto transferiert, damit man das Geld zur späteren Rettung heranziehen kann. Denn die wird fällig wenn mal alle Geschäfte schlecht laufen oder beim Steuerzahler nichts mehr zu holen ist..
frubi 15.07.2011
Irgendwann fährt das System sowieso an die Wand und wenn uns Deutschan dann die 3 B´s "BMW (Auto), Bier (Stressbewältigung) und Ballermann (Urlaub)" genommen werden, geht der Spaß sowieso erst richtig los. Solange der [...]
Zitat von drauschIst doch logisch, wenn diese Banken ein paar Miese mit Anleihen schlecht gerateter EU-Staaten machen, werden diese schnell durch EZB und Steuerzahler ausgelichen. Und die Gewinne die sie mit dem spekulativen Hochtreiben von Öl- und Rohstoffpreisen machen, werden sie wahrscheinlich nicht mal versteuern. Ich kann diese Meldungen bald nicht mehr hören. Wer gebietet diesen Betrügern endlich einhalt. Die Gewinne gehörten staatlicherseits konfisziert, oder zumindest auf ein gesperrtes Konto transferiert, damit man das Geld zur späteren Rettung heranziehen kann. Denn die wird fällig wenn mal alle Geschäfte schlecht laufen oder beim Steuerzahler nichts mehr zu holen ist..
Irgendwann fährt das System sowieso an die Wand und wenn uns Deutschan dann die 3 B´s "BMW (Auto), Bier (Stressbewältigung) und Ballermann (Urlaub)" genommen werden, geht der Spaß sowieso erst richtig los. Solange der Deutsche seine 3 B´s (die symbolisch für viele Dinge stehen sollen, die uns bei einem möglichen Bürgeraufstand abhanden kommen könnten) behällt, wird rein gar nichts passieren.
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