New York - Turbulenzen an den Kapitalmärkten haben Goldman Sachs die Bilanz verhagelt: Der Gewinn der Investmentbank fiel im vierten Quartal des vergangenen Jahres um 67 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar, teilte die Bank am Mittwoch in New York mit. Schuld seien rückläufige Einnahmen im Handelsgeschäft und Investmentbanking.
Dennoch schlägt sich die Bank in der Krise noch vergleichsweise gut: Experten hatten mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Zudem kehrte Goldman Sachs
zum Jahresende wieder in die Gewinnzone zurück. Im dritten Quartal hatte das Institut zum zweiten Mal überhaupt in seiner Geschichte rote Zahlen geschrieben. Am Markt wurde die aktuelle Bilanz in einer ersten Reaktion zunächst positiv aufgenommen. Die Goldman-Sachs-Aktie stieg zeitweise um mehr als zwei Prozent.
Die US-Großbank Citigroup
hatte am Dienstag ebenfalls wegen des schwachen Handelsgeschäfts im Zuge der europäischen Schuldenkrise für das vierte Quartal einen Gewinnrückgang um elf Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar ausgewiesen. Rivale JPMorgan hatte am Freitag die Bilanzsaison für die Banken eingeläutet und ebenfalls einen herben Gewinnrückgang im Schlussquartal verbucht. Der Konkurrent Wells Fargo
konnte dagegen seinen Gewinn um rund ein Fünftel auf 3,9 Milliarden Dollar steigern.
Investmentbanken weltweit leiden derzeit stark darunter, dass Unternehmen unter dem Eindruck der nahenden Rezession in den USA und der Euro-Schuldenkrise kaum mehr Kapitalerhöhungen und Fusionen wagen. Am Donnerstag will Morgan Stanley
seine Bilanz vorstellen. Die Deutsche Bank
folgt am 2. Februar.
vks/dpa/Reuters
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