Folgen der Finanzkrise Barclays will bis zu 12.000 Stellen streichen

Schlechte Nachrichten für die Mitarbeiter von Barclays: Die britische Großbank will in den nächsten Monaten bis zu 12.000 Stellen streichen. Die Boni für die Angestellten im Investmentbanking wurden dennoch erhöht.

  Barclays-Zentrale in London: Die Großbank will massiv Stellen streichen
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Barclays-Zentrale in London: Die Großbank will massiv Stellen streichen


London - 140.000 Mitarbeiter hat Barclays aktuell, bis zu 12.000 will die britische Großbank in den kommenden Monaten entlassen. Wie die Bank mitteilte, sollen etwa 7000 der Stellen in Großbritannien wegfallen. Die Hälfte der Betroffenen sei bereits informiert. Mit dem massiven Stellenabbau reagiert Barclays auf den Gewinnrückgang im Investmentbanking. Gleichzeitig gab die Bank bekannt, die Boni für die Angestellten im Investmentbanking erhöht zu haben.

Zwar standen im vergangenen Jahr unter dem Strich schwarze Zahlen: ein Überschuss von 540 Millionen Pfund, umgerechnet rund 648 Millionen Euro. Jedoch ist die Bank nach zahlreichen Skandalen und den Folgen der Finanzkrise weiter in einer Umbauphase. Vor allem der Investmentbanksektor solle verkleinert werden, hieß es. 2014 sei ein weiteres Übergangsjahr.

Barclays hatte Anfang der Woche einen unerwartet geringen Gewinn für 2013 bekanntgegeben: Das Ergebnis fiel um ein Viertel auf 5,2 Milliarden Pfund, das sind umgerechnet 6,23 Milliarden Euro. Hauptgrund war das schwache Anleihegeschäft. Zudem belasteten Barclays auch neue Kosten für Rechtsstreitigkeiten sowie die Ausgaben für den laufenden Konzernumbau.

jka/dpa/Reuters



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Berni 19.02.2014
1. Barclays: schlechte Nachrichten auch für Kunden
Ein Kunde in England zahlt die in GBP fakturierte Rechnung per Barclays-Bank. Er wird von Barclays mit dem vollen GBP-Betrag belastet. Barclays konvertiert diesen Betrag mindestens 2 % schlechter als meine Sparkasse, die dafür 7,5 € pro Zahlung berechnen würde. Dann überweist Barclays den EURO-Betrag per SEPA Transfer zu meiner Sparkasse. Bei einer Rechnung von 10.000 GBP verliere ich damit mindestens 200 GBP. Vor der Integration Englands in das SEPA-Zahlungssystem wurde GBP überwiesen und ich hatte lediglich die 7,5 € Gebühren zu zahlen. Die Kursumrechnung erfolgte durch meine Sparkasse maximal zum Tageshöchstkurs, der immer mindestens 2 % unter dem Barclays-Kurs liegt. Barclays nutzt das SEPA-Zahlungssystem für Tricksereien, die zwar sicher durch interne "Konditionen" juristisch abgesichert sind, aber die Geschäftspartner der Barclays-Kunden bei jeder Überweisung drastisch abzocken. Diese Bank gehört vollständig liquidiert.
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