Scheinrechnungen Mitarbeiter sollen BASF um Millionenbetrag geprellt haben

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mehrere Mitarbeiter von BASF wegen Abrechnungsbetrug. Es geht um Arbeitsleistungen, die offenbar nie erbracht wurden.

BASF-Gebäude in Ludwigshafen
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BASF-Gebäude in Ludwigshafen


Mehrere Mitarbeiter von BASF Chart zeigen sollen den Chemiekonzern gemeinsam mit externen Firmen um hohe Geldsummen betrogen haben. Das teilten die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern und ein Unternehmenssprecher am Montag mit.

Die Beschuldigten sollen Rechnungen ausgestellt haben, denen keine entsprechenden Leistungen zugrunde lagen. In diesem Zusammenhang bestehe auch der Verdacht der Bestechlichkeit beziehungsweise der Bestechung, so die Ermittler.

An dem Betrug sollen vier BASF-Mitarbeiter beteiligt gewesen sein. Einer von ihnen ist inzwischen gestorben, gegen die übrigen wird ermittelt. Laut der Tageszeitung "Rheinpfalz", die als erstes über den Fall berichtete, liegt der Schaden in zweistelliger Millionenhöhe. Der BASF-Sprecher sprach lediglich von einem Millionenschaden, wollte ihn aber nicht genauer beziffern.

Dem Unternehmenssprecher zufolge haben die unter Verdacht stehenden Firmen mit Personalleasing zu tun. Welche Arbeitskräfte sie vermittelten, könne er nicht sagen. Die BASF-Mitarbeiter, die laut Staatsanwaltschaft einer unteren Führungsebene angehören, hätten eng mit den Firmen zusammengearbeitet. Die Tatsache, dass der Fall bei einer internen Überprüfung bemerkt worden sei, sehe er als Beleg dafür, dass die Sicherheitsmechanismen des Unternehmens griffen, sagte der BASF-Sprecher. Die Mitarbeiter wurden laut seinen Angaben freigestellt.

Bisher keine Hinweise auf Fremdverschulden bei verstorbenem Mitarbeiter

Nach Angaben der Ermittler hatten interne Untersuchungen des Unternehmens 2017 den Verdacht aufkommen lassen, dass fünf externe Firmen zusammen mit vier BASF-Mitarbeitern in den vergangenen Jahren den Einsatz von Arbeitskräften am Standort Ludwigshafen unrechtmäßig abgerechnet haben. Ende Januar waren Arbeitsplätze und Wohnungen der BASF-Mitarbeiter sowie von fünf Vertretern externer Firmen durchsucht worden.

Als Todestag des inzwischen verstorbenen BASF-Mitarbeiters nannte der Leitende Oberstaatsanwalt in Frankenthal, Hubert Ströber, den 5. Februar. "Wir prüfen im Rahmen eines Todesermittlungsverfahrens, ob es Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gibt", sagte Ströber. "Die gibt es bislang nicht."

dab/dpa/Reuters



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