Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Boeing 787 in Japan: Dreamliner kann wegen Akku-Problemen nicht starten

Dreamliner in Narita (Archiv): Zwischenfall mit dem Akku Zur Großansicht
REUTERS

Dreamliner in Narita (Archiv): Zwischenfall mit dem Akku

Rauch und eine unbekannte Flüssigkeit: Bei Boeings Dreamliner gab es erneut Ärger mit den Batterien, diesmal war ein Jet in Japan betroffen. Wegen massiver Probleme mit den Akkus hatte es bereits ein Flugverbot gegeben.

Tokio/Seattle - Der US-Flugzeughersteller Boeing hat wieder ein Problem mit Batterien an Bord des Vorzeigejets 787 Dreamliner. In Tokio entdeckten Techniker während der Vorbereitungen auf den Flug Rauch. Demnach trat auch eine unbekannte Flüssigkeit aus. Im Cockpit sei vor einer Störung im Akku und Ladegerät gewarnt worden.

Ersten Erkenntnissen zufolge lag die Ursache in einer von acht Batteriezellen. Anfang des vergangenen Jahres hatte es wegen gravierender Probleme mit Batteriezellen ein Flugverbot für das Modell gegeben. Die vorgenommenen Verbesserungen verhinderten wohl ein Ausbreiten des Problems.

Während des Vorfalls hätten sich keine Passagiere an Bord des Flugzeugs befunden, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft am Dienstag. Der Rauch sei zwei Stunden vor dem Start entdeckt worden. Die 787 sollte eigentlich nach Bangkok fliegen. Japan Airlines ist einer der wichtigsten Dreamliner-Kunden.

Der jüngste Vorfall reiht sich in eine lange Pannenserie des Dreamliner ein. Neben Bränden in den Batterien war es zu weiteren Zwischenfällen gekommen: Bei einer 787 waren die Toilettenspülung und ein Heizgerät defekt, bei einer anderen hatte ein Alarmsignal den Ausfall der Enteisungsanlage angezeigt, und im Oktober landete ein Dreamliner mit Loch im Rumpf. Die Boeing-Aktie erholte sich zuletzt etwas von ihren frühen Verlusten von mehr als zwei Prozent, führte aber immer noch die Verliererliste im Dow Jones mit einem Abschlag von gut einem Prozent an.

sun/dpa/Reuters

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 10 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
sucram31 15.01.2014
Und wieder wird in Sachen Dreamliner eine Mücke zum Elefanten gemacht. Derartige technische Defekte gibt es täglich bei allen möglichen Flugzeugtypen, doch wenn es sich um einen Dreamliner handelt, muss daraus gleich wieder eine Schlagzeile gemacht werden. Zum Glück sehen dieAirlines das sehr viel gelassener und geben eine Bestellung nach der anderen für das fortschrittlichste Flugzeug derzeit ab.
2. Als Kunde...
Motorkopf 15.01.2014
Zitat von sysopREUTERSRauch und eine unbekannte Flüssigkeit: Bei Boeings Dreamliner gab es erneut Ärger mit den Batterien, diesmal war ein Jet in Japan betroffen. Wegen massiver Probleme mit den Akkus hatte es bereits ein Flugverbot gegeben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/batterieprobleme-beim-boeing-787-dreamliner-in-japan-a-943575.html
...von Autos ist es bereits normal, als Crashtestdummie herzuhalten. Das die beiden großen Flugzeughersteller das mittlerweile auch auf ihre Produkte ausweiten, halte ich für ein schwerwiegendes Zeichen des Renditewahns. Unausgereifte Technik im zivilen Flugbetrieb: die Projektleiter sind wohl geistige Tiefflieger...!
3. ??
les2005 15.01.2014
Es würde mir leichter fallen, den Artikel ernstzunehmen, wenn potentiell ernsthafte Probleme nicht mit Lappalien wie Toilettenspülung auf einen Haufen und zu einer Pannenserie hochgekocht würden. Wenn derartiges, oder Fehlalarme (wohlgemerkt nicht der Ausfall der Enteisung) jedesmal einen Artikel wert wären, würde SPON aus nichts anderem mehr bestehen.
4. welcher Passagier
bumminrum 15.01.2014
möchte mit dieser Fehlentwicklung fliegen? Ich jedenfals nicht. Es ist ein Wunder oder purer Zufall das bisher noch keine Toten zu beklagen sind. Bei der Auswahl von Flügen schaue ich extra nach den Flugzeugen..und zahle auch einen höheren Preis nur um nicht mit diesem fliegenden Sarg fliegen zu müssen.
5. Auswahl der Flugzeuge
zire777 15.01.2014
Das ist doch mal nett man schaut extra nach dem Flugzeug das diese Strecke fliegt... tja dann wird es ihnen trotzdem passieren mit einem Flugzeug zu fliegen das sie sich nicht ausgesucht haben. Oparationel wird es immer Änderungen des Fluggerätes geben, schon allein wegen Auslastung oder Checks usw. Ach ja und sie wollen gar nicht wissen wieviele Techniche Defekte, Computerfehler oder irgendwelche Fehlalarme es auf einem Flug gibt... Ich rede nicht vom Dreamliner B787, sondern von B737, B747, B757, B767, B777, A320(Familie), A330, A340, A380... Nicht zu vergessen Canadairjets ATR usw... Das immer am Dreamliner fest zu machen passt nur zu dem Kurzzeitigem Denken der Menschheit... ach ja und an der sensationsgeilheit...
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: