Finanzierung der Monsanto-Übernahme Bayer geht Geld sammeln

Die Übernahme des amerikanischen Saatgutherstellers durch Bayer ist der größte Einkauf eines deutschen Unternehmens im Ausland. Um das zu finanzieren, will der Agrarkonzern nun frisches Kapital sammeln.

Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG
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Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG


Der Pharma- und Agarchemiekonzern Bayer hat eine Kapitalerhöhung für die Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto beschlossen. Es sollen 74,6 Millionen Stückaktien ausgegeben werden, teilte Bayer mit. Das Unternehmen erwartet aus der Kapitalerhöhung einen Bruttoemissionserlös in Höhe von 6,0 Milliarden Euro. Der Aufsichtsrat habe dem zugestimmt.

Der Bruttoemissionserlös ist das Produkt aus der Zahl der Aktien und dem Ausgabekurs. Die neuen Aktien sollen den Aktionären von Bayer zu einem Bezugspreis von 81,00 Euro je neuer Aktie im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts angeboten werden.

Die Aktionäre können für je 23 gehaltene Aktien von Bayer zwei neue Aktien erwerben. Die Kapitalerhöhung sei ein Teil der im September 2016 angekündigten Eigenkapitalkomponente.

"Das ist ein bedeutender Baustein für die Finanzierung der Übernahme von Monsanto und die letzte damit verbundene Eigenkapitalmaßnahme", sagte Bayer-Chef Werner Baumann. Darüber hinaus seien Anleihe-Platzierungen in Dollar und Euro geplant, deren Gesamtvolumen sich auf bis zu 20 Milliarden Euro belaufen solle.

Die US-Behörden hatten der mehr als 62,5 Milliarden US-Dollar (rund 50 Mrd Euro) schweren Übernahme von Monsanto in der vergangenen Woche zugestimmt - allerdings mit weitreichenden Auflagen. Es ist die größte Übernahme eines deutschen Unternehmens im Ausland.

ans/dpa



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