Vor geplanter Monsanto-Übernahme Bayer verkauft Covestro-Anteile im Wert von 2,2 Milliarden Euro

Bayer will sich fast komplett von seiner ehemaligen Tochter Covestro abwenden und wirft große Anteile am Dax-Neueinsteiger auf den Markt. Ein Milliardenerlös käme kurz vor der Monsanto-Übernahme gerade recht.

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Zweieinhalb Jahre nach dem Börsengang von Covestro kehrt Bayer seiner ehemaligen Kunststoff-Tochter endgültig den Rücken. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern wirft über Nacht ein Covestro-Aktienpaket im Wert von rund 2,2 Milliarden Euro auf den Markt, wie das Unternehmen mitteilte. Das entspricht mit 14,2 Prozent einem großen Teil des restlichen Bayer-Anteil an Covestro.

Gelingt die Platzierung, hat Bayer seit Anfang des vergangenen Jahres gut 8,7 Milliarden Euro mit dem Verkauf von Covestro-Aktien erlöst. Damit kann der Konzern den Kapitalbedarf für die Übernahme des US-Rivalen Monsanto reduzieren.

Dem Kunststoffhersteller hat die Serie von Aktienverkäufen keineswegs geschadet: Im März stieg Covestro - auch dank des wachsenden Streubesitzes - in den Leitindex Dax auf. Bei Bayer liegen künftig zwar noch sieben Prozent an Covestro. Diese Aktien, die der Konzern nun vom eigenen Pensionsfonds übernommen hat, braucht Bayer, um eine 2020 fällige Umtauschanleihe zu bedienen.

Die Investmentbanken Bank of America Merrill Lynch und JP Morgan haben den Auftrag übernommen, rund 29 Millionen Covestro-Aktien an institutionelle Investoren zu verkaufen. Sie hoffen, den Abschlag auf den Xetra-Schlusskurs vom Donnerstag von 76,48 Euro auf maximal 1,6 Prozent zu begrenzen, wie sie potenziellen Interessenten mitteilten. Üblich sind Rabatte von bis zu drei Prozent. Nachbörslich wurde die Aktie bei 76,30 Euro gehandelt.

ans/Reuters/dpa



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frankfurtbeat 04.05.2018
1. man ...
man kann nur hoffen, das die Kröte Monsanto dem Chemieriesen im Hals stecken bleibt und Bayer letztendlich die Luft ausgeht. Chemie auf dem Acker war 1970 total der Hit - 50 Jahre später merkt man, das sich durch den EInsatz irgendwie die Umwelt verändert ... aber die Politik lässt zum Wohle des Bruttosozialprodukts weiter produzieren! Selbst wenn es in Europa verboten wird verkauft man entspannt in Afrika und dem Ostblock - der Michel bekommt es dann in Form von food auf ´den Tisch.
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