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Letzter Beate-Uhse-Katalog: Entblättert

Letzter Beate-Uhse-Katalog: Ende Legende Fotos
DPA

Bei Beate Uhse hat offiziell ja eh niemand je etwas bestellt. Nun steckt der Sexversand aber tatsächlich in der Krise - und will künftig keine Kataloge mehr verschicken. Der letzte erscheint am Valentinstag.

Eine Institution verschwindet: Der letzte Katalog von Beate Uhse werde am Valentinstag erscheinen, teilte das Unternehmen mit. Der kriselnde Erotikkonzern zieht sich aus dem klassischen Kataloggeschäft zurück.

Der Versandhandel mit Sexartikeln hatte das Unternehmen in der Nachkriegszeit und den Sechziger- und Siebzigerjahren groß gemacht.

Rückläufige Umsätze im Kataloggeschäft und in einem Teil der Filialen werden für das abgelaufene Geschäftsjahr zu einem Jahresumsatz von 128 Millionen Euro und einem Verlust vor Steuern und Zinsen von 13 bis 15 Millionen Euro führen, heißt es in der Mitteilung.

Der Vorstand habe eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um die Marke neu auszurichten. So werde das Filialnetz noch stärker auf die zukunftsträchtigen Zielgruppen Frauen und Paare ausgerichtet. 16 von 78 Shops werden geschlossen. Zusammen mit anderen Maßnahmen gehen rund 150 von knapp 600 Arbeitsplätzen bei Beate Uhse verloren.

ade/sep/dpa

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insgesamt 17 Beiträge
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1. Tja
da.chilla.1 02.02.2016
Bei Neckermann und Otto hätte man sich ja mal anschauen können, wie das kataloggeschäft so läuft im Zeitalter des Internets. Aber nicht nur das Internet macht es Beate Uhse schwer sondern auch die Gesellschaft. Sex Shops sind doch mittlerweile mainstream, die Artikel die BU für teueres Geld verkauft bestellt man online in China, wo sie sowieso hergestellt werden. Achso, und BU hat mich mal abgemahnt, insofern geschiehts ihnen recht, hoffentlich geht das ganze Unternehmen drauf :)
2.
yvowald@freenet.de 02.02.2016
Zitat von da.chilla.1Bei Neckermann und Otto hätte man sich ja mal anschauen können, wie das kataloggeschäft so läuft im Zeitalter des Internets. Aber nicht nur das Internet macht es Beate Uhse schwer sondern auch die Gesellschaft. Sex Shops sind doch mittlerweile mainstream, die Artikel die BU für teueres Geld verkauft bestellt man online in China, wo sie sowieso hergestellt werden. Achso, und BU hat mich mal abgemahnt, insofern geschiehts ihnen recht, hoffentlich geht das ganze Unternehmen drauf :)
Die Artikel, die Beate Uhse lieferte, hatten immer Qualität. Meinen Dildo, der mir fast zwanzig Jahre gute Dienste leistet, den möchte ich nicht mehr missen.
3. Das meiste kriegt man bei Amazon oder anderen Versandhandel
skal666 02.02.2016
Ich habe schon Sachen im Ladengeschäft von Beate Uhse gekauft. Jedoch muss man sagen, daß man selbst die Sexartikel mittlerweile woanders bekommt, und bei so Sachen wie Klamotten ist die Qualität grottig. Polyester, unangenehm auf der Haut. Ich habe ein Paar halterlose Strümpfe dort gekauft, die reichten mir bis knapp über den Knien. Textilien kaufe ich somit kein zweites mal dort. Und Papierkataloge sind sowas von 1990, also richtig, daß sie die einstellen wollen. Wer in Zeiten von Internet guckt sich noch so einen an.
4. Schade
mrerenoth 02.02.2016
Ich schaue mir gerne gedruckte Kataloge an. Um sich schnell einen Überblick zu verschaffen ist das besser wie am Bildschirm. Ein Katalog kann auch für Online-Händler sinnvoll sein. Man darf den aber nur an Stammkunden kostenlos verschicken, sonst wird es zu teuer. Manche Unternehmen schicken einem ja ungefragt nach dem ersten Einkauf schon nen Katalog mit. Das ist natürlich auf Dauer teuer.
5.
iberia 02.02.2016
BU hat schlicht den Anschluss verpasst. andere Versandunternehmen haben gelernt Internetangebote, Real-Läden und Kundenservice zu kombinieren statt sich auf den Nischenlorbeeren auszuruhen. Der mangelhafte Retour-/Reklamationsservice und fehlende Ansprechpartner/Kontaktoptionen haben mich schon vor Jahren dauerhaft vergrault. Es mittlerweile gibt genug Alternativen.
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