Köln - Nachdem schon Air Berlin
angekündigt hatte, auf Sparkurs zu fliegen, zieht jetzt Deutschlands größte Fluggesellschaft nach: Die Lufthansa
wird die Anzahl ihrer Flüge deutlich verkleinern. "Wir nehmen einen Teil der zusätzlich vorgesehenen Kapazität aus der Planung, indem wir Frequenzen reduzieren, einzelne Verbindungen streichen und kleinere Flugzeuge einsetzen", sagte Lufthansa-Vorstand Carsten Spohr der "Süddeutschen Zeitung".
Als Grund für die Entscheidung nannte Spohr den drohenden Konjunkturabschwung. Solche Entscheidungen müssten früh getroffen werden, fügte Spohr hinzu, ansonsten fliege man "mit leeren Flugzeugen in der Krise hinterher".
Um im Wettbewerb der Airlines attraktiv zu bleiben, plant die Lufthansa zudem, künftig SMS-Versand in den Maschinen zu erlauben. "Das könnten wir technisch ermöglichen, ohne damit gleichzeitig das Telefonieren zuzulassen", sagte Spohr. Telefonieren soll an Lufthansa-Maschinen weiterhin verboten bleiben.
Am Mittwoch hatte bereits Air Berlins neuer Chef Hartmut Mehdorn sein Schlankungs-Programm verkündet: Er will 200 Millionen Euro einsparen und die Flotte von 170 auf 152 Flugzeuge reduzieren.
kpa/dpa-AFX
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