Wirtschaft

Tarifstreit

Bei der Postbank drohen unbefristete Streiks

Der Tarifstreit bei der Postbank spitzt sich zu: Die Mitarbeiter haben angekündigt, unbefristet zu streiken, wenn es am Montag erneut zu keiner Einigung kommt. Viele Bankkunden wären von solch einem Streik betroffen.

DPA

Die Zentrale der Postbank in Bonn

Sonntag, 22.10.2017   16:20 Uhr

Bei der Postbank könnte es zu unbefristeten Streiks kommen. In einer Urabstimmung haben 97,7 Prozent der Beschäftigten für unbefristete Arbeitsniederlegungen gestimmt, teilte die Gewerkschaft Ver.di am Sonntag mit." Das Ergebnis zeigt deutlich, dass die Beschäftigten mit großer Entschlossenheit zu den Forderungen stehen", sagte Jan Duscheck, Verhandlungsführer bei der Gewerkschaft Ver.di.

An diesem Montag gehen die Verhandlungen in die vierte Runde. Wenn es zu keiner Einigung kommt, könnte die Gewerkschaft ihre Mitglieder zum unbefristeten Ausstand aufrufen, drohte Ver.di. Bei der Postbank arbeiten insgesamt 18.000 Menschen. Kunden der Postbank wären von dem Streik betroffen, weil möglicherweise Postbank-Filialen geschlossen bleiben würden.

In der bisher letzten Verhandlungsrunde vor knapp einem Monat hatte die Postbank angeboten, die Löhne und Gehälter um insgesamt 2,5 Prozent anzuheben und auf betriebsbedingte Kündigungen bis zum 30. Juni 2019 zu verzichten. Ver.di fordert, bei der Integration der Postbank in das Privat- und Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank den Kündigungsschutz bis Ende 2022 zu verlängern und verlangt fünf Prozent mehr Geld.

hej/dpa-AFX

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