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Belohnung für Mitarbeiter: Commerzbank zahlt Millionen an Boni aus

Noch immer stützt der Staat die Commerzbank mit Milliarden. Ein Teil ihrer Mitarbeiter darf sich laut "Rheinischer Post" dennoch über stattliche Bonuszahlungen freuen: 150 Banker verdienten im vergangenen Jahr mindestens 500.000 Euro - und damit mehr als der Vorstand.

Commerzbank-Zentrale in Frankfurt: Viel Geld für die Investmentsparte Zur Großansicht
DPA

Commerzbank-Zentrale in Frankfurt: Viel Geld für die Investmentsparte

Düsseldorf - Es geht wieder aufwärts bei der Commerzbank. Bei der Vorstellung der Jahresbilanz präsentierte das Institut am Mittwoch erstmals wieder schwarze Zahlen. Die sollen auch dabei helfen, ab 2012 Schulden beim Staat abzutragen. Denn noch stützt der Bund das Institut mit stillen Einlagen in Höhe von 16,2 Milliarden Euro. Solange das Institut teilverstaatlicht ist, dürfen Vorstandsmitglieder nicht mehr als 500.000 Euro im Jahr verdienen.

Für die untere Führungsebene aber gilt diese Regel erst ab 2011. Und so erhielten nach Informationen der "Rheinischen Post" 150 führende Mitarbeiter im vergangenen Jahr Jahreseinkommen, die mehr als 500.000 Euro betrugen. Zu den hohen Gehältern hätten Bonuszahlungen von mehr 22 Millionen Euro beigetragen - vor allem für Mitarbeiter der Investmentsparte.

Als erstes privates Institut hatte die Commerzbank in der Finanzkrise staatliche Hilfen in Anspruch nehmen müssen. Auf die stille Einlage des Bundes hätte das Institut eigentlich schon 2009 Zinsen zahlen sollen, die aber durch frühe Abschreibungen der Immobilien- und Staatsfinanzierungstochter Eurohypo vermeiden konnte.

dab/dapd

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1. Für das Gemeinwohl
Spessartplato, 25.02.2011
Zitat von sysopNoch immer stützt der Staat die Commerzbank mit Milliarden. Ein Teil ihrer Mitarbeiter darf sich laut "Rheinischer Post" dennoch über stattliche Bonuszahlungen freuen: 150 Banker verdienten im vergangenen Jahr mindestens 500.000 Euro - und damit mehr als der Vorstand. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,747622,00.html
...förderlicher wäre evtll., die Zinsen auf Tages-und Festgeld-Konten zu erhöhen.
2. .
frubi 25.02.2011
Zitat von sysopNoch immer stützt der Staat die Commerzbank mit Milliarden. Ein Teil ihrer Mitarbeiter darf sich laut "Rheinischer Post" dennoch über stattliche Bonuszahlungen freuen: 150 Banker verdienten im vergangenen Jahr mindestens 500.000 Euro - und damit mehr als der Vorstand. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,747622,00.html
Ja das muss ja auch sein, ansonsten verlassen diese gierigen Säcke scharenweise das Unternehmen. Das wäre eine Katastrophe wenn man so viele unfähige Mitarbeiter wieder auf den Arbeitsmarkt lässt. Dann würden die doch irgendwo anders Schaden anrichten.
3. Kein Mensch versteht Billanzsysteme
DocLovejoy, 25.02.2011
Zeigt wieder wunderbar, wie nicht BWL´ler nicht mal mehr ansatzweise verstehen können, was da mit den Zahlen gemacht wird. Mir als Ingenieur ist schon lange nicht mehr klar, wie sich eine Firma künstlich arm rechnen kann. Aber wenn es nur noch ein weltweites, simples Buchhaltungssystem gäbe, wo am Ende einfach in die Kasse geguckt wird, was übrig geblieben ist, wären ja auf einen Schlag Millionen von Kaufleuten arbeitslos. Bißchen polemisch, aber es trifft denke ich den Kern der Sache ziemlich gut
4. Ja, das freut einen dann aber auch.....
Doctor Feelgood 25.02.2011
....daß diese üppigen Boni von unseren Steuergeldern bezahlt werden, während man uns erzählt, unsere Sozialsysteme seien zu teuer. Wunderbar! Und was tut unsere Politk? Sie schaut tatenlos zu - wie üblich. Wie schrieb neulich jemand so passend irgendwo: "Ich hatte einen schönen Traum: Politiker und Banker hingen an einem Baum Ich habe öfter solche Träume, nur leider gibt's zu wenig Bäume..." Man könnte geneigt sein, dem zuzustimmen....
5. Ist der Ruf ...
kundennummer 25.02.2011
http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen/moodys-senkt-rating-fuer-commerzbank/3878684.html Moody’s senkt Rating für Commerzbank Angedroht hatte es Moody’s bereits, jetzt wurde Vollzug gemeldet: Die Ratingagentur hat ihre Bewertung für die Commerzbank und deren Tochter Eurohypo gesenkt – unter anderem wegen der ungewissen Aussichten auf künftige Krisenhilfe. ... ...lebt sichs völlig ungeniert! PS: Diesen Kommentar reiche ich hiermit als Doktorarbeit an der Uni Bayreuth ein.
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