Hauptstadtflughafen Bosch und Siemens geben Terminzusagen für den BER

Keine Fristen, keine Vertragsstrafen: Das war bislang ein großes Problem bei der Fertigstellung des BER. Nun haben sich Bosch und Siemens laut Flughafenchef Lütke Daldrup auf feste Terminzusagen eingelassen.

Baustellenschild am BER (Archivbild)
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Baustellenschild am BER (Archivbild)


Im Ringen um eine Fertigstellung des Hauptstadtflughafens BER haben sich dem Betreiber zufolge weitere Baufirmen auf feste Terminpläne verpflichtet. Die Vereinbarungen trügen dazu bei, die geplante Eröffnung im Oktober 2020 zu sichern, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup nach einer Aufsichtsratssitzung.

Bosch hat Lütke Daldrup zufolge zugesagt, seine Arbeiten an der Entrauchung des Terminals einschließlich der Sachverständigenprüfungen bis zum Februar 2019 zu beenden. Siemens werde zudem die entsprechende Steuerung bis zum Jahresende programmieren.

Seit der geplatzten Flughafeneröffnung 2012 war ein großes Problem auf der Baustelle, dass die Firmen auf Stundenbasis angefordert wurden - ohne Fristen und damit ohne große Möglichkeiten für Vertragsstrafen. Kernproblem ist der Brandschutz. Das Terminal war in der Bauphase immer wieder umgeplant und größer angelegt worden, ohne die Haustechnik grundlegend neu zu konzipieren.

Bosch habe nun in einen Vertrag eingewilligt, der je nach Leistung Zuschläge und Abzüge vorsehe, sagte Lütke Daldrup. Im Dezember war auch mit dem Gebäudeausrüster Caverion ein Zeitplan vereinbart worden. Er soll bis zum August Mängel an der Sprinkleranlage beseitigen. Eine Verabredung gebe es jetzt auch mit T-Systems, deutete Lütke Daldrup an.

Parallel kämpft die Betreibergesellschaft um bessere Flugverbindungen für den neuen Airport. Airlines sollen Gebührenrabatte für Langstreckenflüge erhalten. Zudem werde der Flughafen mit der regionalen Wirtschaft für den Standort werben und in der Politik um mehr Flugrechte zwischen Berlin und China sowie dem Mittleren Osten kämpfen.

Die Arbeiten am dem noch immer unvollendeten Terminal halten die Flughafengesellschaft trotz gut laufender Geschäfte in den roten Zahlen. Im vergangenen Jahr schrieb das Staatsunternehmen 83,6 Millionen Euro Verlust, wie Lütke Daldrup bestätigte.

dab/dpa

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