Er sollte eigentlich 2012 geschlossen werden Berliner Flughafen Tegel meldet nächsten Passagierrekord

Er ist wohl Deutschlands beliebtestes Provisorium: Der Flughafen Berlin Tegel sollte eigentlich schon vor Jahren durch den BER ersetzt werden, hat 2018 allerdings mehr Passagiere abgefertigt als je zuvor.

Flughafen Tegel
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Vom überlasteten Berliner Flughafen Tegel sind im vergangenen Jahr so viele Menschen verreist wie nie zuvor. Mit 22 Millionen Fluggästen wurde das bisherige Rekordjahr 2016 laut dem Betreiber um gut 700.000 übertroffen. Der innenstadtnahe Flughafen sollte eigentlich schon 2012 schließen, muss aber länger durchhalten, weil die Eröffnung des künftigen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld seit 2011 auf sich warten lässt.

Der Wachstumstrend der Hauptstadtflughäfen sei ungebrochen, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. 2017 waren die Passagierzahlen in Tegel gesunken, nachdem Air Berlin als größte dortige Fluggesellschaft Insolvenz angemeldet hatte. Inzwischen haben Easyjet, Eurowings, Laudamotion und andere die Lücke gefüllt.

Lütke Dadrup widersprach Vermutungen, der BER reiche für die wachsenden Passagierzahlen nicht aus. "Am BER starten wir mit einer Kapazität für 22 bis 27 Millionen Passagiere im Hauptterminal und weitere sechs Millionen im Terminal 2."

Der neue Flughafen soll nun 2020 in Betrieb gehen, Tegel schließt spätestens ein halbes Jahr später. Der bestehende Schönefelder Flughafen bleibt aber noch fünf Jahre in Betrieb. Dort ging die Passagierzahl im vergangenen Jahr leicht von 12,9 auf 12,7 Millionen zurück, sodass die beiden Berliner Flughäfen insgesamt 34,7 Millionen Fluggäste verbuchten.

beb/dpa



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