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Hauptstadtflughafen: Mehrere BER-Manager unter Betrugsverdacht

Berliner Hauptstadtflughafen: Immer noch nicht eröffnet Zur Großansicht
imago/Jürgen Ritter

Berliner Hauptstadtflughafen: Immer noch nicht eröffnet

Gegen mehrere leitende Mitarbeiter des BER wird ermittelt. Nach einem Medienbericht gewährten Manager des Hauptstadtflughafens auffällig hohe Nachzahlungen.

Beim Hauptstadtflughafen BER gibt es neue Betrugsvorwürfe. Die Anti-Korruptions-Beauftragte der Flughafengesellschaft ermittele gegen mehrere leitende Mitarbeiter und deutsche Konzerne, berichtet die "Bild am Sonntag". Genannt werden die Firmen Bosch, Siemens und die Telekom-Tochter T-Systems.

Wie die Zeitung schreibt, sollen sich BER-Führungskräfte gegenüber den Unternehmen Siemens, Bosch und T-Systems auffällig großzügig gezeigt haben. Sie sollen die Bezahlung überhöhter Rechnungen angewiesen haben.

Manager der Flughafengesellschaft hätten bis zur Absage des Eröffnungstermins Mitte 2012 fast jede Forderung der drei Firmen anstandslos bewilligt, meldet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf interne Dokumente. So habe etwa Siemens nachträglich 22 Millionen Euro erhalten, nachdem das Unternehmen wegen zusätzlicher Leistungen 22,9 Millionen Euro gefordert habe. Bei T-Systems zahlte der BER demnach 99 Prozent der Nachforderungen. Derart hohe Nachzahlungsquoten sind laut Juristen der Flughafengesellschaft "einmalig und verdächtig", heißt es dem Blatt zufolge.

Während die Konzerne die Vorwürfe nicht kommentieren wollten, kündigte ein Flughafensprecher an, "sämtliche seit Projektbeginn geleisteten Zahlungen einer nochmaligen, gesamthaften Prüfung zu unterziehen".

Der neue Technikchef des Flughafens war der Zeitung zufolge bis vor einem Jahr als Siemens-Regionalleiter Ost auch für die Flughafenaufträge des Unternehmens zuständig.

heb

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 92 Beiträge
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1. Nicht nur die Manager, sondern auch den AUFSICHTSRAT und seine Mitglieder müssten Teil der Ermittlungen sein.
Alfred Ahrens 16.08.2015
Und das betrifft die früheren und jetzigen. SPON wird den Beitrag nicht drucken, weil Kritik an SPD geleiteten Projekten suspekt ist. Aber viele Menschen hier in der Gegend um Schönefeld denken so und sind der Wahrheit mehr verpflichtet als die, die es auf ihre Bannner schreiben !
2. alter Trick
genugistgenug 16.08.2015
Hauptsache die Ausschreibung 'gewonnen' und dann wird richtig abgezockt - mit Nchtragsrechnungen, Nacharbeiten oder Erweiterung der bisherigen 'Pläne'. Wir haben schon erlebt, dass öffentliche Bauten ohne Außenanlagen (also weder Rasen, noch Wege dahin) ausgeschrieben wurden, um den offiziellen Preis runterzurechnen. Aber mal eine einfache Frage: Könnte man so viel Geld mit ehrlicher Arbeit überhaupt so verbraten?
3. Nächster Fall dieser Art: Stuttgart 21
fs123 16.08.2015
... nur ist das Projekt Stuttgart 21 insgesamt sehr viel teurer als der BER. Das von Imtech gebaute Technikgebäude ist übrigens auch noch nicht fertig bzw. abgenommen.
4. Was soll ...
freddygrant 16.08.2015
... jetzt dieses herumeiern um ein paar Manager bzw. einige Euronen der BER-Flughafengesellschaft? War und ist es nicht ein ungeschriebenes Gesetz, dass Baukosten in der Bauzeit angestiegen sind und der Kostenrahmen oder das -Angebot überschritten wurden? Wenn man sich Konzernen wie Bosch, Siemens oder einer Telecom gegenüber großzügig zeigt ist das doch nur systemadäquat und macht die Lobbyarbeit bei den öffentlichen Bauträgern oder der Politik gegenüber überflüssig. Also weiter so und durch - der Steuerzahler ist das doch so was wie gewohnt!
5. verdächtig wenige Beiträge für dieses Verbrechen
logabjörk 16.08.2015
in den Knast, auch mit den Mitwissern. Die Großen lässt man laufen, die Kleinen (hartzer) hängt man. es ist deprimierend, daß es schon zig-tausend Jahre so läuft.
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