Pannen-Airport Berliner Flughafen soll Millionen für ungenutzte Bahnhöfe zahlen

Weil der Berliner Flughafen BER immer noch nicht eröffnet ist, kann auch die Deutsche Bahn die Bahnhöfe dort nicht in Betrieb nehmen. Und das kostet Geld.

Bahnhof unter BER-Terminal
DPA

Bahnhof unter BER-Terminal


Noch fahren keine Fluggäste mit der Bahn zum Berliner Hauptstadtflughafen - denn von dort starten noch keine Maschinen. Dennoch muss die Deutsche Bahn (DB) den bereits gebauten Bahnhof bereits regelmäßig belüften, damit sich kein Schimmel bildet. Deswegen zahlt die Berliner Flughafengesellschaft der DB nach Informationen der "Bild am Sonntag" rund fünf Millionen Euro.

Auf diese einmalige Zahlung für die Geisterbahnhöfe haben sich beide Unternehmen laut dem Bericht außergerichtlich geeinigt. Die DB hatte bereits im November Schadensersatz gefordert - allerdings bis zu 70 Millionen Euro. Die Berliner Kanzlei BMH Bräutigam & Partner sei bereits vor Wochen beauftragt worden, eine entsprechende Klage gegen die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg zu formulieren, hieß es damals ebenfalls bei der "Bild am Sonntag".

Laut der Zeitung machen die Bahntöchter DB Netz und DB Station & Service Einnahmeausfälle durch weggefallene Trassenentgelte sowie Instandhaltungskosten zwischen 2012 und der geplanten BER-Eröffnung Ende 2017 geltend.

Die Flughafengesellschaft Berlin, Brandenburg und der Bund lehnten bislang außergerichtliche Einigungen mit Partnerunternehmen des neuen Hauptstadtflughafens ab.

vek

insgesamt 62 Beiträge
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alibabar 01.05.2016
1.
Ist doch nicht ihr geld was hier verpufft.unfähig einen flughafen zu bauen,bananenrepublik kann man da schon fast sagen....schande!
deglaboy 01.05.2016
2. Wo ist das Problem?
Zahlt eh der Steuerzahler, die dumme Sau. Und das Gute daran, der dumme Michel schluckt alles. Da freut sich das Establishment! Also die, die Absegnen, beim BER.
Mister Stone 01.05.2016
3. Bisher sind das nur Peanuts, ehrlich!
Was glauben Sie, was bei beschlossenem TTIP los sein wird? Dann werden bei jedem angedachten Projektfurz die "Investoren" zu Stelle sein, um hastig ihr Engagement vorzutäuschen und sich vor jeglichen möglicherweise eintretenden "Verlusten" (Verzögerung? Kostensteigerung? Gesetzesänderung? Erhöhung Mindestlohn?) schützen zu lassen. Wer bezahlt? Nein, nicht Herr Gabriel und auch nicht Frau Merkel? Also nochmal: Wer bezahlt? Nein, nicht die USA und auch nicht Herr Schäuble. Also nochmal:...
laser1880 01.05.2016
4. Absurdistan
Die Millionen gehen ja nur von der rechten in die linke Tasche des Steuerzahlers da beide Firmen ja staatseigen... Nur für die Rechtsanwälte fällt ein bischen davon ab. Wie blöd ist der Eigentümer nur? Lieber Herr Gabriel: ich bitte um wirtschaftlich vernünftiges Handeln!
PTerGun 01.05.2016
5. Nichts besseres zu tun?
Ein öffentlicher Betrieb (Bahn) verklagt einen anderen öffentlichen Betrieb. An dieser Linke-Tasche-Rechte-Tasche-Aktion werden nur wieder die Anwälte verdienen und unter dem Strich steigen die Kosten für den Steuerzahler. Gibt's da nicht in irgendeiner Behörde einfach ein Antragsformular B6-8-KL-7775x3..., das die Bahn ausfüllen kann, um einen Übernahmeantrag bei der Kostenstelle des Flughafens zu beantragen? Das liegt dann 17 Monate zur Bearbeitung beim zuständigen Dezernat und am Ende sind nur die üblichen Bürokratiekosten plus den diversen Kosten für die NAchabwicklung der Verzugsaufwände. Das kommt aber am Ende immernoh billiger als ein Rechtsstreit.
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