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Hauptstadtflughafen BER: Mehdorn muss um Milliardenzuschuss bangen

Vorhängeschloss an BER-Bauzaun: Kapazitäten schon zu klein Zur Großansicht
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Vorhängeschloss an BER-Bauzaun: Kapazitäten schon zu klein

Heute tagt der BER-Aufsichtsrat, ob die von Flughafenchef Mehdorn geforderte Milliardensumme fließt, ist ungewiss. Die Haushaltspolitikerin Gesine Lötzsch kann sich das derzeit nicht vorstellen. Und der Bedarf dürfte sogar noch steigen.

Berlin - Korruptionsvorwürfe, Verzögerungen und immer neue Kostenexplosionen: Der Hauptstadtflughafen ist derzeit die wohl skandalträchtigste Baustelle der Bundesrepublik. Die Kritik am BER dürfte auch die Sitzung des Aufsichtsrats überschatten. Das Gremium berät am Montag in Schönefeld über einen neuen Milliardenzuschuss für den Airport. Dass Flughafenchef Hartmut Mehdorn diesen bekommt, ist keinesfalls gesichert.

Zweifel hegt etwa die Linken-Bundestagsabgeordnete Gesine Lötzsch. Sie könne sich im Moment "überhaupt nicht vorstellen", den neuen Milliardenforderungen von Mehdorn zuzustimmen, sagte die Vorsitzende des Haushaltsausschusses dem Sender RBB. Sie verlangte zuerst einen klaren und detaillierten Termin- und Kostenplan.

Mehdorn veranschlagt bisher rund 1,1 Milliarden Euro zusätzlich, um den Flughafen Berlin Brandenburg fertigzubauen. Doch ein Medienbericht stellt infrage, ob diese Summe tatsächlich reicht. Dem "Tagesspiegel" zufolge könnte Mehdorn am Montag bereits zusätzliche Mittel für eine Erweiterung des Flughafens verlangen. Laut Nachrichtenagentur dpa äußerte sich sein Sprecher Ralf Kunkel dazu bislang nicht.

Der "Tagesspiegel" berichtet, dass für den Airport bald weitere 779 Millionen Euro fällig werden könnten, um die Kapazität des schon zu kleinen Flughafens zu erweitern. Mehdorn brauche allein 200 Millionen Euro, um das alte Schönefelder Terminal zu sanieren, wo zusätzliche Passagiere abgefertigt werden sollen, heißt es. Die Angaben gingen demnach aus Eilvorlagen Mehdorns für die heutige Sitzung des Aufsichtsrats hervor. Diese Erweiterung eingerechnet würden die Gesamtkosten des Flughafens auf mehr als sechs Milliarden Euro steigen.

bos/dpa

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1.
Immanuel_Goldstein 30.06.2014
Zitat von sysopDPAHeute tagt der BER-Aufsichtsrat, ob die von Flughafenchef Mehdorn geforderte Milliardensumme fließt, ist ungewiss. Die Haushaltspolitikerin Gesine Lötzsch kann sich das derzeit nicht vorstellen. Und der Bedarf könnte sogar noch höher sein. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ber-hauptstadtflughafen-berlin-mehdorn-muss-um-milliarden-bangen-a-978294.html
Mehrdorn braucht - wie eigentlich immer - das Geld, um sein eigenes Gehalt zu sichern. Bereits mit der Einstellung Mehdorns war eigentlich für jeden völlig klar, dass die Politik das Projekt aufgegeben hat und Berlin niemals einen Flughafen bekommen wird.
2. Da kann...
LUAP 30.06.2014
Gesine Lötzsch sich winden und wehren. Der Point of no return ist doch bei diesem - eigentlich schon seit 2 Jahren sich in Betrieb befindlichem - Flughafen schon vor langer Zeit erreicht worden. Die Forderung nach einem konkreten Termin und Kostenplan überrascht mich allerdings, gehört dies doch zu den Basics jedweden Projektmanagements. Puuuh, bitter alles.
3.
thechamelion3@web.de 30.06.2014
Zitat von sysopDPAHeute tagt der BER-Aufsichtsrat, ob die von Flughafenchef Mehdorn geforderte Milliardensumme fließt, ist ungewiss. Die Haushaltspolitikerin Gesine Lötzsch kann sich das derzeit nicht vorstellen. Und der Bedarf könnte sogar noch höher sein. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ber-hauptstadtflughafen-berlin-mehdorn-muss-um-milliarden-bangen-a-978294.html
Aus der Kiste kommt DEutschland nicht mehr raus. Ob man das noch unter 10 Mrd. einigermassen funktionstauglich kriegt? Wenn man zurueck denkt, ist da ja aus dem nichts nahezu alles schief gegangen, und jetzt kommt der super Gau,das dass, was man am Ende dann gebaut hat, garnicht passt, weil es viel zu klein ist. Nach dem Korruptionsskandal weiss manjetzt wenigstens, wo das Geld hin ist. Aber die Liste von BER liest sich echt wie der Albtraum jedes Projektmanagers: - Eroeffnung platzt 4x Mal - Entrauchung funktoniert nicht - Brandschutz wird nicht genehmigt - Fehler in allen bereits errichteten Gebaeuden - Dokumentation nicht vorhanden - Flugrouten werden aus laermschutzgruenden gerichtlich veraendert - Flugzeiten stehen auf der kippe - beim Laermschutz muss nachgeruestet werden - Korruption wird bekannt - Personal wird fortlaufend ausgetauscht - Drum-Herum (Bahnhof, Geschaefte, etc. ) ist schon fertig und verursacht Kosten - Aenderungen kommen fortlaufend und Uebersicht ist verloren gegangen Und jetzt ist man soweit, hat das Ding wenigstens einigermassen aufgearbeitet (dauert ja auch erst 2 Jahre) und stellt fest: 8 Gepaeckfoerderbaender sind zu wenige Das Terminal ist viel zu klein Also hat man jetzt das Problem, das dass, was man bauen wollte, unglaublich schlecht gebaut wurde, und jetzt stellt man fest, das man es zwar hingebogen hat, aber das was gebaut wurde, den Anforderungen ueberhaupt nicht genuegt. Bravo, das ist einen Applaus wert.
4. He Kumpel, haste mal 'ne Milliarde für mich?
mcvitus 30.06.2014
Dieses Kapitel deutscher Steuerverschwendung hat Dimensionen angenommen die bis dato unvorstellbar waren. Anstatt das Desaster geordnet zu beenden und die Verantwortlichen auch wirklich zur Verantwortung zu ziehen spielt man Schwarzer Peter und Bäumchen wechsel dich. Geradezu schamlos ist der neue Versuch, sich mit einem weiteren Griff in der Steuerschatulle zu bedienen. Ohne eine vernünftige Bestandsaufnahme und Bedarfserstellung weiterer Mittel wird das Elend kein Ende nehmen!
5. Kein Steuergeld mehr für den BER, einen privat-finanzierten Flughafen in Sperenberg bitte und
Alfred Ahrens 30.06.2014
den gesamten Aufsichtsrat vor Gericht stellen, wegen grober Fahrlässigkeit im Umgang mit Steuergeldern. Und Konsequenzen gegen die Verantwortlichen, insbesondere Herrn Wowereit! Vielleicht gibt es ja noch Gerechtigkeit in diesem Land !!!
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