Pannen-Flughafen BER Mehdorn findet keinen Generalplaner

Neuer Rückschlag für Hartmut Mehdorn: Die Flughafengesellschaft BER gibt die Suche nach einem neuen Generalplaner auf. Offenbar hat sich kein geeigneter Bewerber auf die Stelle gemeldet.

BER-Chef Mehdorn: Baumängel, Planungsfehler, Technikprobleme
DPA

BER-Chef Mehdorn: Baumängel, Planungsfehler, Technikprobleme


Berlin - Die Suche nach einem neuen Generalplaner für den Hauptstadtflughafen BER war erfolglos. Die Flughafengesellschaft hat die Ausschreibung für die Stelle gestoppt. Der Job bei Deutschlands größtem Pannenprojekt war offenbar zu unattraktiv. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa gingen keine brauchbaren Angebote ein.

Laut Flughafensprecher Ralf Kunkel sollen die Planungsaufträge jetzt ohne europaweite Ausschreibung in einem neuen Verfahren in kleineren Teilen vergeben werden.

Die Grünen fürchten, dass sich der bereits mehrfach verschobene Eröffnungstermin des Flughafens dadurch weiter verzögert. Es sei verantwortungslos, auf einen Generalplaner zu verzichten, sagte die Grünen-Fraktionschefin im Berliner Abgeordnetenhaus, Ramona Pop. Die Kündigung des damaligen Generalplaners im Jahr 2012 sei ein Fehler gewesen.

Das Projekt Flughafen dümpelt seit Jahren vor sich hin. Auch mehr als zweieinhalb Jahre nach dem ersten geplatzten Eröffnungstermin im Oktober 2011 ist unklar, wann der Flughafen in Betrieb gehen kann. Baumängel, Planungsfehler und Technikprobleme wie beim Brandschutz verzögern den Start. Eine Eröffnung vor 2016 gilt als unwahrscheinlich.

ssu/dpa-AFX



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rennflosse 01.08.2014
1. Olympischer Gedanke
Zitat von sysopDPANeuer Rückschlag für Hartmut Mehdorn: Die Flughafengesellschaft BER gibt die Suche nach einem neuen Generalplaner auf. Offenbar hat sich kein Geeigneter auf die Stelle gemeldet. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ber-mehdorn-gibt-suche-nach-generalplaner-fuer-flughafen-berlin-auf-a-984000.html
Die Berliner Politiker bauen längst an einem neuen Luftschloss: Die Olympischen Spiele nach Berlin zu holen! Ohne einen Flughafen wird das wohl nichts werden, zumal man Tegel zum olympischen Dorf umstricken will. Besonders für die Berliner SPD gilt: Tritt man dort blind hinein, man trifft immer einen Richtigen. Leider haben auch die anderen Parteien kein Personal mit Verstand zu bieten. Berlin müßte eigentlich vom Bund zwangsverwaltet werden. Oder von einem anderen Bundesland. Bayern oder gar Schwaben. Das wäre die Höchststrafe für unsere Lokalflitzpiepen.
h_grabowski 01.08.2014
2. Ist das nicht Mehdorn???
Verstehe ich das jetzt falsch, oder was ist die Aufgabe des obersten Verantwortlichen? Ist das nicht der Job, den Herr Mehdorn machen soll? Und wird er nicht gut dafür bezahlt? Wenn der Generalplaner verantwortlich ist, wofür wird dann noch ein Projektleiter benötigt? Fragen über Fragen auf die ich keine Antwort weiß. Aber vielleicht bin ich ja auch nur ein zu kleines Licht, um das alles zu verstehen.
midastouch 01.08.2014
3. Verständlich
Irgendwie verständlich, dass sich die wirklich guten Leute nicht auf dieses Abenteuer einlassen. Die Gefahr, geschädigt herauszukommen ist größer, als davon zu profitieren. Also haben sich wohl nur die beworben, die nichts zu verlieren haben.
mehrhirnbitte 01.08.2014
4. Der Generalplaner müsste
einfach entsprechend entlohnt werden, dann findet sich auch ein guter. Wegen der weit höheren Belastung - noch mit Mehdorn als Chef - müsste er aber 2x mehr bekommen als Mehdorn selbst. Das geht wohl nicht und somit kann es keinen Generalplaner geben. Lösung: Vernünftigen Ersatz für Mehdorn finden, dann finden sich auch willige Generalplaner.
aussächsischersicht 01.08.2014
5. Innenblick schwierig
Es ist ja immer ein bisschen schwierig, solche Sachen von außen zu beurteilen (auch wenn das bei Pannen ja gern viele Leute tun). Etwas verwunderlich fand ich allerdings, dass man all diejenigen, die vor 2011 mit dem BER befasst waren, quasi für unfähig erklärt hat, ohne vielleicht einmal den Werdegang der Pannen zu analysieren. "Viele Köche verderben den Brei" - vielleicht könnte das eine Ursache sein? Dann könnte man aber auch auf einige "Ehemalige" zurückgreifen - haben noch den größten Durchblick und lernen vielleicht auch aus alten Fehlern - jedenfalls könnte man so vielleicht doch die Milliarden im märkischen Sand retten?
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