Medienbericht TÜV will BER offenbar keine Betriebssicherheit bescheinigen

Der Pannenflughafen BER hat ein neues Problem: Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, geht die Kabelsanierung zu langsam voran.

Flughafen BER
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"Sanierung", dieses Wort kennt man normalerweise nur in Zusammenhang mit sehr alten, baufälligen Gebäuden. Wenn jetzt beim Berliner Problemflughafen BER von "Kabelsanierung" die Rede ist, sagt das im Prinzip schon alles aus über das vermutlich verrückteste Bauprojekt der deutschen Geschichte, das eigentlich schon 2011 hätte abgeschlossen sein sollen.

Leider sieht es so aus, dass es auch mit dem inzwischen auf 2020 verschobenen Eröffnungstermin schwierig werden könnte. Laut einem internen Statusbericht vom 16. April 2018 gibt es beim BER wieder ernste Terminrisiken, berichtet die "Bild am Sonntag" (BamS). In der als "vertraulich" gekennzeichneten Präsentation der Projektsteuerfirma WSP heißt es demnach, dass der BER bei der Kabelsanierung aktuell "11 Monate" hinter dem Zeitplan liegt. "Weitere Verzüge" hätten eine "Eintrittswahrscheinlichkeit von > 50 %".

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Flughafen BER: Chronik eines Bau-Desasters

Wie BamS weiter berichtet, erhielt die Flughafengesellschaft nach einer mehrmonatigen Prüfung im Februar einen 466-seitigen Bericht vom TÜV Rheinland zur Sicherheitsstromversorgung und Sicherheitsbeleuchtung im Terminal. Fazit: "Die Betriebssicherheit und Wirksamkeit kann für die bemängelten Anlagen nicht abschließend bescheinigt werden." Entsprechend führt WSP im April-Bericht "863 wesentliche Mängel" auf. Die Abarbeitung dauere zu lange. Zudem sei noch immer unklar, was noch gebaut werden müsste.

Auf Anfrage bestätigt der Flughafen den Risikobericht, betont aber, dass seitdem die Abläufe besser funktionierten. Dies habe man dem Aufsichtsrat so berichtet. Mängel seien beseitigt worden oder "werden aktuell beseitigt". "Der Bericht fasst den Stand zum damaligen Zeitpunkt zusammen und führt Gegenmaßnahmen auf", so ein Flughafensprecher. "Diese wurden in den Wochen seit Mitte April 2018 erfolgreich umgesetzt."

Intern geht der Flughafen massiv auf die verantwortliche Baufirma ROM (2300 Mitarbeiter) los. WSP notiert dazu: "Keine Gewährleistung der Abnahmefähigkeit der Anlage, aufgrund unzureichender Qualität der Ausführung." Die Mitarbeiter von ROM würden über eine "unzureichende Kompetenz" verfügen. Auf Anfrage beschwichtigt der Flughafensprecher: "Dort, wo Ressourcenengpässe entstehen, ist es Aufgabe der jeweiligen Firma, Personalkapazitäten mit entsprechenden Kompetenzen einzusetzen. So ist es auch bei der ROM geschehen." ROM wollte sich nicht dazu äußern.

Video: Flughafen BER - Deutschlands teuerste Baustelle

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e.pudles 20.05.2018
1. In regelmässigen Abständen
werden wir über die Misere des Baus von BER informiert. Und bei jder neun Mitteilung wird bekannt, dass irgend ein neues System nicht funktioniert. Das muss man sich schon fragen, sind denn an diesem Projekt nur unfähige Leute beteiligt, oder ist Deutschland wirklich nicht mehr imstande einen Flughafen termingerecht und vor allem den Auflagen entsprechend zu bauen. Etwas Positives hat die ganze unendliche Geschichte trotz alledem: man wird immer neu überrascht, was so alles nicht klappt und kann kaum auf die nächste Überraschung werten.
mina2010 20.05.2018
2. Geht mal wieder nach dem Motto,
"Die Hähne wechseln, aber der Misthaufen bleibt der selbe!" So wie es aussieht ist BER wohl die Krönung der Inkompetenz. Wenn der TÜV-Bericht so stimmt, wäre es vielleicht mal an der Zeit, Ansprüche auf Schadenersatz gegenüber der ausfühernden Firma zu prüfen. Aber wir werden vermutlich auch jeden Ausbesserung bezahlen dürfen. Einfach einebenen das Ding und ein Mahnmal für öffentliche Verschwendung hinstellen.
mina2010 20.05.2018
3. Geht mal wieder nach dem Motto,
"Die Hähne wechseln, aber der Misthaufen bleibt der selbe!" So wie es aussieht ist BER wohl die Krönung der Inkompetenz. Wenn der TÜV-Bericht so stimmt, wäre es vielleicht mal an der Zeit, Ansprüche auf Schadenersatz gegenüber der ausfühernden Firma zu prüfen. Aber wir werden vermutlich auch jeden Ausbesserung bezahlen dürfen. Was ist eigentlicjh seit 2011 wirklich passiert? Einfach einebenen das Ding und ein Mahnmal für öffentliche Verschwendung hinstellen.
Solid 20.05.2018
4. Abreißen
Gleich abreißen oder vorher noch ein paar Milliarden extra vergeuden?
sandiro 20.05.2018
5. Weg mit dem Flughafen
Abreissen und weg. Es geht doch nicht an dass Milliarden in das Gebäude versenkt werden. Eine Hochgeschwindigkeitsbahn zum Mitteldeutschen Flughafen bei Leipzig hätte schon lange stehen können. Andere Länder oder Bundesländer lassen ihre Fluggäste auch 20 bis 30 min zum Flughafen mit einem Zubringer fahren. Warum geht das nicht auch in Berlin? Mit 300 km/h oder wie in Japan/ China auch mit 400 km/h wäre die Strecke nur noch ein Klacks zum Flughafen.
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