50 Milliarden Euro Deutsche Bank plant angeblich Schuldenrückkauf

Die Deutsche Bank ist unter Druck, manche Investoren fürchten gar um ihre Kreditwürdigkeit. Laut einem Pressebericht erwägt das Geldhaus nun, eigene Schulden zurückzukaufen. Die Aktie reagiert mit einem Kurssprung.

Schriftzug der Deutschen Bank (Archivfoto): Milliardenschwerer Rückkauf
REUTERS

Schriftzug der Deutschen Bank (Archivfoto): Milliardenschwerer Rückkauf


Es geht um Schulden in Milliardenhöhe: Die Deutsche Bank überlegt einem Zeitungsbericht zufolge, eigene Schulden zurückzukaufen. Es gehe um den Rückkauf von sogenannten Senior Bonds, berichtet die "Financial Times". Die Bank hat solche Anleihen mit einem Volumen von 50 Milliarden Euro ausgegeben. Das Geldhaus wollte den Bericht nicht kommentieren.

Die Idee hinter dem Plan: Die Deutsche Bank muss dem Anleiheninhaber an einem Stichtag einen vereinbarten Betrag zurückzahlen - das ist das Grundprinzip einer Anleihe. Sind die aktuellen Anleihenpreise jedoch niedriger als dieser vereinbarte Betrag, lohnt es sich für die Bank, die Papiere jetzt selbst zu kaufen und sich damit die teurere Zahlung in der Zukunft zu sparen.

Seit Wochenbeginn versucht die Deutsche Bank, den derzeit stark verunsicherten Kapitalmarkt zu beruhigen. Trotz eines Rekordverlusts im vergangenen Jahr reichten die finanziellen Mittel aus, um 2016 die Zinsen für die 2014 ausgegebenen nachrangigen Schuldverschreibungen bezahlen zu können, hatte es in einer Mitteilung geheißen.

Zuvor waren sowohl die Deutsche-Bank-Aktien auf ein Rekordtief gestürzt als auch Anleihen stark unter Druck geraten. Die Deutsche-Bank-Aktie reagierte am Mittwoch positiv auf den Bericht: Der Kurs stieg zeitweise um fast zehn Prozent - und machte damit einen Teil der Verluste der vergangenen Tage wett.

sep/dpa

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