New York - Nach dem Dementi erholten sich auch die Kurse wieder: Die Ölpreise sind am Freitag gesunken, nachdem Saudi-Arabien eine angebliche Pipeline-Explosion als falsch zurückgewiesen hatte. Entsprechende Nachrichten aus dem Nachbarland Iran hatten die Ölpreise zuvor auf den höchsten Stand seit vier Jahren getrieben.
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent
zur Lieferung im April kostete am Morgen 125,62 US-Dollar. Das waren 58 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) fiel um 31 Cent auf 108,53 Dollar.
Es habe keine Sabotage in saudi-arabischen Ölanlagen gegeben, sagte ein Sprecher des Innenministeriums der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge. Zuvor hatten TV-Berichte aus Iran über eine Pipeline-Explosion nahe der größten Raffinerie der Region die Preise angetrieben. WTI kostete zwischenzeitlich mehr als 110 Dollar pro Fass, der Brentpreis kletterte vorübergehend auf bis zu 129,50 Dollar.
Anders als in Nachbarstaaten hat es in Saudi-Arabien keine Massenproteste gegen die Regierung im Zuge des sogenannten Arabischen Frühlings gegeben. Im Osten des Landes ist es jedoch zu vereinzelten Demonstrationen gekommen. Die Regierung fürchtet, dass Iran Protestler aufwiegelt und so die Region destabilisiert.
yes/Reuters
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