US-Investor Buffett drängt auf Berliner Immobilienmarkt

Die Lage auf dem Berliner Immobilienmarkt ist angespannt. Nun steigt Starinvestor Warren Buffett ein. Seine Firma Berkshire Hathaway Home Services kooperiert mit einem Immobilienmakler der Hauptstadt.

Warren Buffett
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Die Kauf- und Mietpreise für Immobilien gelten in deutschen Großstädten als drängendste soziale Frage. In Berlin interessiert sich jetzt auch US-Starinvestor Warren Buffettfür Immobilien.

Buffetts Firma Berkshire Hathaway Home Services (BHHS) geht nach eigenen Angaben eine Allianz mit dem Berliner Immobilienmakler Rubina Real Estate ein. Es sei der erste internationale Vertrag des Unternehmens, sagte BHHS-Chef Gino Blefari.

"Wir werden in den kommenden Monaten weitere renommierte Immobilienagenturen in Europa, Asien, Nordamerika und darüber hinaus zu Franchisenehmern machen", sagte Blefari. Zu den finanziellen Konditionen des Franchisevertrags äußerten sich die beiden Unternehmen zunächst nicht.

Die 2013 gegründete Berkshire Hathaway Home Services konzentrierte sich bislang auf die USA - und arbeitet dort nach eigenen Angaben mit mehr als 45.000 Maklern und 1400 Büros zusammen.

Auf der Plattform der Firma können ausländische Investoren nach Immobilien in den USA suchen. Nun will das Unternehmen die internationale Expansion vorantreiben - und auch Berliner Immobilien vermarkten. Rubina wird ab April unter dem Namen Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate auftreten.

Für lohnende Deals ist Buffett bekannt. Der mit einem Vermögen von mehr als 80 Milliarden Dollar laut "Forbes" zweitreichste Mensch der Welt gehörte zu Zeiten der globalen Finanzkrise ab 2007 zu den wenigen solventen Investoren.

Er und seine Investmentholding Berkshire Hathaway hatten zu der Zeit etwa der Investmentbank Goldman Sachs, dem Rückversicherer Swiss Re und dem Industriekoloss General Electric jeweils mehrere Milliarden Dollar geliehen - und bekamen diese Gelder später mit großen Gewinnen zurück.

Neben dem Geld spielte für die Konzerne auch Buffetts Ruf als gewinnbringender Geldgeber eine Rolle - die Aktienkurse schossen in die Höhe. Der Investor konnte so stets gute Konditionen aushandeln. Welche Konditionen künftig mit Buffetts Engagement auf dem Berliner Immobilienmarkt gelten, ist dagegen noch offen.

apr/Reuters



insgesamt 48 Beiträge
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Seite 1
Das Pferd 05.03.2018
1.
das ist eine schlechte Nachricht für mich als Berliner, das alte Orakel hat nämlich meistens recht.
lupenreinerdemokrat 05.03.2018
2.
Das sollte die Bundesregierung mehr erschrecken, als der Einstieg eines chinesischen Investors bei Daimler, wo die Meldung lautet: "Der Einstieg des chinesischen Milliardärs Li Shufu beim deutschen Daimler-Konzern beunruhigt Industrie und Bundesregierung. Der Investor will einen führenden Anbieter von Elektromobilen erschaffen - mit Know-how aus Stuttgart. " Investoren auf dem Immobilienmarkt bedeuten immer, dass die Mieten rasant steigen werden und günstiger Wohnraum durch Herausdrängen der bisherigen Mieter vernichtet wird. Da Herr Buffet aber nun mal kein Chinese ist, spricht man lediglich von einem Starinvestor. Rassismus gegenüber Chinesen?
shoper34 05.03.2018
3. omg
Investoren auf dem Immobilienmarkt bedeuten immer, dass die Mieten rasant steigen werden und günstiger Wohnraum durch Herausdrängen der bisherigen Mieter vernichtet wird. Da Herr Buffet aber nun mal kein Chinese ist, spricht man lediglich von einem Starinvestor. ..... Wie soll Mietpreisbremse gelingen, wenn diese Fragen einfach ausgeklammert werden?
brasilpe 05.03.2018
4. Aufwachen.
Offenbar hat sich nun bis Amerika herumgesprochen, wie billig - entgegen dem Gezeter in der hiesigen Presse - die Immobilien in vielen deutschen Städten und insbesondere in Berlin sind.
Hank the voice 05.03.2018
5. Spekulationen mit Lebensgrundlagen gehören verboten
Lebensgrundlage ist Wohnraum, Nahrung, Gesundheit, Bildung, Wasser, Strom, öffentliche Einrichtungen wie Rathäuser
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