Pannen-Airport: Diepgen und Henkel sollen zum Berliner Flughafen aussagen
Prominente Zeugenbefragung zum Berliner Pannenflughafen: Der ehemalige Regierende Bürgermeister Diepgen und der Ex-Chefaufseher der Berlin Brandenburg Flughafen Holding, Henkel, sollen im kommenden Jahr gehört werden. Der Aufsichtsrat beschloss, beim bisherigen Kostenrahmen zu bleiben.
Berlin/Schönefeld - In die Aufklärung zum Debakel des künftigen Berliner Großflughafens kommt Bewegung: Der parlamentarische Untersuchungsausschuss hat sich auf die ersten Zeugenbefragungen verständigt. Demnach sollen in der Sitzung am 1. Februar 2013 unter anderem Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) und der einstige Aufsichtsratsvorsitzende der Berlin Brandenburg Flughafen Holding (damals BBI), Hans-Olaf Henkel, gehört werden. Für das erste Treffen im nächsten Jahr am 11. Januar ist der frühere SPD-Fraktionschef Klaus Böger geladen, sagte der Ausschussvorsitzende Martin Delius (Piraten).
Der Ausschuss tagte am Freitag zum letzten Mal in diesem Jahr. Die Abgeordnete Jutta Matuschek (Linke) zeigte sich mit dem Fortgang der Arbeit "sehr unzufrieden". Sie habe den Eindruck, dass sich der Ausschuss selbst im Weg stehe. Delius wies die Kritik zurück.
Die Eröffnung des Großflughafens musste bereits mehrfach verschoben werden. Außerdem wird der Flughafen deutlich teurer als ursprünglich geplant. Der Aufsichtsrat beriet daher am Freitag darüber, ob die jüngste Kostenkalkulation noch Bestand hat.
Nach der Sitzung wurde bekannt, dass der Kostenrahmen nicht erhöht wird. Das Kontrollgremium bewilligte zwar 250 Millionen Euro als zusätzliches Baubudget, wie die Flughafengesellschaft am Abend mitteilte. Die Mehrkosten blieben aber bei den bekannten 1,2 Milliarden Euro, indem innerhalb dieses Rahmens Posten umgeschichtet würden. Keines der Aufsichtsratsmitglieder wollte sich vor Medienvertretern nach der länger als zehn Stunden dauernden Sitzung äußern.
yes/dapd/dpa
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