Bayerischer Energieversorger Strom- und Gasanbieter BEV beantragt Insolvenz

Der umstrittene Strom- und Gasanbieter BEV ist womöglich zahlungsunfähig. Ein Insolvenzverfahren soll eröffnet werden. Für die Kunden steht viel Geld auf dem Spiel.


Die Bayerische Energieversorgungsgesellschaft hat am Münchner Amtsgericht die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Der Rechtsanwalt Axel W. Bierbach wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Unternehmens bestellt.

Bierbach muss nun dem Amtsgericht München zufolge das Vorliegen der Zahlungsunfähigkeit des angeschlagenen Unternehmens prüfen. Auf dem Spiel steht dabei nun auch, ob die Kunden des Stromdiscounters ihre Restguthaben zurückgezahlt bekommen.

Kunden der BEV werden, so der vorläufige Insolvenzverwalter, ab sofort durch die gesetzlich vorgesehene Ersatzversorgung durch den kommunalen Grundversorger ohne Unterbrechung mit Strom und Gas beliefert.

Die "WirtschaftsWoche" berichtete unter Berufung auf Insider, dass das Geschäftsmodell der BEV wegen zu hoher Kündigungsquoten in Schieflage geriet. BEV hatte seine Kunden in der Vergangenheit mit teils heftigen Preiserhöhungen konfrontiert und dafür viele Beschwerden erhalten.

Aktenzeichen: 1513 IN 219/19

fek/dpa



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