Düsseldorf - Deutschlands größter Energiekonzern spürt die Wirtschaftskrise: Im vergangenen Jahr sank der Umsatz von E.on um 6 Prozent auf knapp 82 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern verringerte sich um 2,3 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro. Und der bereinigte Konzernüberschuss ging sogar um 4,8 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro zurück, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mit.
Grund für den Umsatzrückgang seien vor allem das schwächelnde Gasgeschäft sowie Einbußen in Großbritannien und Skandinavien gewesen, teilte E.on mit. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern beim bereinigten Vorsteuerergebnis ein Plus von null bis drei Prozent. Beim bereinigten Konzernüberschuss rechnet der Konzern mit einem Wert auf Vorjahresniveau.
Zum ersten Mal in der siebenjährigen Amtszeit von Konzernchef Wulf Bernotat soll die Dividende nicht erhöht werden. Mit 1,50 Euro je Aktie liegt die Ausschüttung auf dem Niveau des Vorjahres, womit knapp 54 Prozent des Überschusses an die Eigentümer geht. Das Unternehmen halte damit in seiner Ausschüttungspolitik Kurs, sagte Bernotat auf seiner letzten Bilanzpressekonferenz als Konzernchef. Der 61-jährige Top-Manager räumt Anfang Mai den Posten für seinen Stellvertreter Johannes Teyssen.
Im laufenden Jahr will E.on sein Ergebnis stabil halten. Aufgrund der Wirtschaftskrise sei die Prognose für 2010 von ähnlichen Unsicherheiten geprägt wie bereits die Prognose für das Vorjahr. Auch für den bereinigten Konzernüberschuss erwartet der Konzern einen Wert auf Vorjahresniveau.
cte/dpa/apn
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