Mannheim - Sein Wechsel ist ungewöhnlich: Seit wenigen Tagen ist der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) neuer Vorstandschef des Baukonzerns Bilfinger Berger. Das Vertrauen von Arbeitnehmern und Vorstandskollegen muss sich Koch erst noch erarbeiten. Dass er sich und seinem neuen Arbeitgeber einiges zutraut, demonstrierte Koch dagegen gleich am ersten Arbeitstag: Für insgesamt knapp 50.000 Euro kaufte er 730 Bilfinger-Aktien. Das geht aus einer am Montag verbreiteten Pflichtmitteilung hervor.
Koch übernahm die Leitung des Konzerns von seinem Vorgänger Herbert Bodner. Dieser hatte Bilfinger Berger vom Bau- zum Dienstleistungskonzern umgebaut - ein Kurs, den Koch fortsetzen will. Die Kasse des Unternehmens ist zu seinem Start mit einer Milliarde Euro prall gefüllt.
Da Koch über keine Vorerfahrung als Unternehmensführer verfügt, war seine Berufung nicht unumstritten. So kritisierten Aktionärsvertreter, Koch hätte im Vorstand zunächst längere Zeit als einfaches Mitglied vertreten sein sollen. "Koch ist immer noch ein Nobody bei Bilfinger Berger", sagt etwa Markus Kienle von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. Koch selbst hatte eingeräumt, er müsse sich in seiner neuen Rolle erst bewähren.
dab/dpa-AFX/Reuters
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