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Billionaires Index: Alibaba-Gründer ist der Superstar unter den Superreichen

Jack Ma: Der Mann hinter der Legende von Alibaba Fotos
REUTERS

Kein Superreicher hat sein Vermögen 2014 so vermehrt wie Alibaba-Gründer Jack Ma. Auch für einige alte Bekannte unter den Superreichen ging es steil nach oben. Für russische Oligarchen hingegen endete ein finanzielles Schreckensjahr.

Der Aufsteiger des Jahres heißt Jack Ma. Zumindest im Kreise jener 200 Milliardäre, deren Vermögensentwicklung die Finanznachrichtenagentur Bloomberg regelmäßig in ihrem Billionaires Index verfolgt. Niemand konnte sein Vermögen 2014 so deutlich vermehren wie der Gründer des chinesischen Internetkonzerns Alibaba.

Mit 28,4 Milliarden US-Dollar (ein Dollar entspricht aktuell 0,83 Euro) ist Ma nicht nur der reichste Mensch Asiens, er konnte sein Vermögen auch um 687,8 Prozent vergrößern. Hauptgrund: Alibaba hatte am 19. September den bisher größten Börsengang an der New York Stock Exchange gestemmt und rund 25 Milliarden Dollar bei Investoren eingesammelt.

Auf Platz zwei der Aufsteiger des Jahres folgt bereits ein alter Bekannter: Investorenlegende Warren Buffett (Berkshire Hathaway). Für ihn ging es um 21,4 Prozent auf 73,8 Milliarden Dollar nach oben. Damit ist er zweitreichster Mann der Welt hinter Microsoft-Gründer Bill Gates (86,6 Milliarden, plus 10,3 Prozent).

Fast noch interessanter als die Gewinner unter den Superreichen sind jene Milliardäre, die es 2014 schafften, trotz günstiger Stimmung an den meisten Börsen einen nennenswerten Teil ihres Geldes zu vernichten. Ganz am Ende der Liste steht Leonid Mikhelson. Der Miteigentümer des russischen Erdgasproduzenten Novatek büßte fast die Hälfte seines Vermögens ein (minus 44,5 Prozent). Immerhin, ein bisschen was ist noch übrig, nämlich 9,9 Milliarden Dollar. Überhaupt finden sich viele reiche Russen am Ende der Liste - eine Folge der Wirtschaftskrise in ihrem Heimatland.

Reichster Deutscher unter den 200 Milliardären ist Dieter Schwarz (Lidl, Kaufland), doch auch für ihn ging es bergab: Sein Vermögen sank laut Bloomberg im Jahrevergleich um 23,5 Prozent auf 19,8 Milliarden Dollar.

Allerdings ist es gerade bei den Inhabern nicht börsennotierter Unternehmen wie Lidl besonders schwierig, den tatsächlichen Wert ihres Vermögens zu berechnen. Es dürfte sich also eher um eine Schätzung handeln.

Die Geschichte des Aufstiegs von Jack Ma lesen Sie hier: Der Mann hinter der Legende von Alibaba.

Christian Rickens, Spiegel Online

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insgesamt 15 Beiträge
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1. Papiermilliardär
zauselfritz 01.01.2015
Auch wieder nur einer dieser Papiermilliardäre deren SuperSuperSuperReicher-Status mit dem Aktienkurs seiner Firma stegt und fällt. Analog zu Carlos Slim, der wie ein Fahrstuhl in den Top 5 rauf und runter fährt, je nachdem wie es der Börse beliebt. Ganz ander Gates und Buffett. Deren Vermögenstrend scheint im grossen Ganzen nur eine Richtung zu kennen: Nach oben. Und immerhin tun beide mit ihren Milliarden auch noch viel Gutes. Muss man anerkennen.
2. Besorgniserregend
guspe 01.01.2015
Ma steht sinnbildlich für das Überholmanöver der chinesischen Wirtschaft der letzten 10 Jahre. Allerdings verheißt das nicht wirklich was gutes zu sehen wie jetzt nach den USA auch noch ein Milliardenvolk die Welt kapitalistisch und voller Gier nach Macht und Erfolg verschlingt.
3.
spon-facebook-10000283853 01.01.2015
Zitat von zauselfritzAuch wieder nur einer dieser Papiermilliardäre deren SuperSuperSuperReicher-Status mit dem Aktienkurs seiner Firma stegt und fällt. Analog zu Carlos Slim, der wie ein Fahrstuhl in den Top 5 rauf und runter fährt, je nachdem wie es der Börse beliebt. Ganz ander Gates und Buffett. Deren Vermögenstrend scheint im grossen Ganzen nur eine Richtung zu kennen: Nach oben. Und immerhin tun beide mit ihren Milliarden auch noch viel Gutes. Muss man anerkennen.
Gates hat wohl als Gründer von Microsoft und das Anbieten eine Plattform für Personal Computer tausendmal mehr Gutes und revolutionär wertvolles getan als er jemals mit seinem karitativen Engagement tun könnte.
4. Jack Ma
paddyman 01.01.2015
Ich habe das überhaupt nicht verstanden. Kollege Amazon: Ok - da kann ich etwas bestellen, Amazon fungiert als Zwischenhändler, bietet an, verkauft und versendet es mir. Aber Alibaba? Worin liegt (oder lag) der Sinn, dieses undurchsichtige Unternehmen so hoch zu dotieren? Ich sehe da nur Ramschangebote auf der Portalseite.
5. ...
Newspeak 01.01.2015
Zitat von zauselfritzAuch wieder nur einer dieser Papiermilliardäre deren SuperSuperSuperReicher-Status mit dem Aktienkurs seiner Firma stegt und fällt. Analog zu Carlos Slim, der wie ein Fahrstuhl in den Top 5 rauf und runter fährt, je nachdem wie es der Börse beliebt. Ganz ander Gates und Buffett. Deren Vermögenstrend scheint im grossen Ganzen nur eine Richtung zu kennen: Nach oben. Und immerhin tun beide mit ihren Milliarden auch noch viel Gutes. Muss man anerkennen.
Muss man nicht. Diese Leute profitieren davon, daß sie genug Geld haben, um durch alle möglichen Tricks praktisch keine Steuern zahlen zu müssen, sowie unbehindert die Arbeitskraft Tausender Menschen ausbeuten zu können. Moderne Diebe am Vermögen der Allgemeinheit. Geld von Gates Gnaden ist nur ein moralischer Ablaßhandel für die Sünden, die zu diesem Reichtum geführt haben. Ein vergeblicher Versuch, sein eigenes Gewissen reinzuwaschen, wie bei allen solchen Ablaßhandeln. Geld tut nichts Gutes, nie tut es das, immer ist es nur eine Ausrede, eine Lüge, ein Verbrechen, noch das vermeintlich Gute ist nur die erkaufte Hülle von etwas Bösem.
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