Kryptowährung unter Druck Bitcoin verliert eine Milliarde Dollar an Wert - pro Stunde

Es geht bergab für den Bitcoin: Der Preis für die bekannteste Kryptowährung ist an diesem Dienstag erstmals seit sieben Wochen unter die Marke von 6000 Dollar gefallen. Auch andere Digitalwährungen verlieren deutlich.

Bitcoin-Börse in Südkorea
AFP

Bitcoin-Börse in Südkorea


Der Bitcoin ist an diesem Dienstag an der Börse Bitstamp um bis zu sechs Prozent auf einen Kurs von 5880 Dollar gefallen. Damit ist der Preis für die bekannteste und größte Kryptowährung erstmals seit fast sieben Wochen unter die Marke von 6000 Dollar gerutscht.

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden ging die Marktkapitalisierung des Kryptowährungsmarktes um 24 Milliarden US-Dollar zurück. Das entspricht einer Milliarde pro Stunde oder einen Rückgang von 12 Prozent in diesem Zeitraum, heißt es in einem Kommentar des Brokers IG.

Der Grund für den Kursrutsch: Anleger sind enttäuscht, dass die US-Börsenaufsicht SEC Ende Juli eine Entscheidung über die Zulassung eines Bitcoin-Indexfonds erneut verschoben hat.

Nach dem Rekordhoch, das der Bitcoin Ende 2017 bei etwa 20.000 Dollar erreicht hatte, folgten in der ersten Jahreshälfte starke Preisrückgänge. Die jüngste Talfahrt vollzieht sich bereits seit Ende Juli (Lesen Sie hier mehr darüber).

Die gesamte Marktkapitalisierung aller rund 1800 Kryptowährungen lag an diesem Dienstag laut der Branchenwebsite Coinmarketcap bei 193 Milliarden Dollar. Anfang des Jahres waren es noch mehr als 820 Milliarden Dollar.

Video: Mit vollem Einsatz ins Risiko - Die Bitcoin-Millionäre

dbate

hej/dpa-AFX/Reuters



insgesamt 78 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
minsk60 05.04.2018
1. Institutionelle Investoren
Vielleicht sind institutionelle Investoren in Form von Leerverkäufen eingestiegen. Würde für mich auch mehr Sinn machen als der Kauf von Bitcoins.
Lutz2344 05.04.2018
2. ist aber schon länerge Zeit so ...
also mindestens schon seit 2 Wochen oder?
JaguarCat 05.04.2018
3. Wozu braucht man auch Krypto-Währungen?
Als Spekulationsobjekt sind Krypto-Währungen gefährlich geworden, seitdem es auch mal kräftig abwärts ging. Das ist ja bei Gold, Erdöl, Bohnen oder Aktien nicht anders, dass die fallen oder steigen können. Als Zahlungsmittel für normale Güter sind die Kryptos aufgrund der täglichen Wertschwankungen von 10% und mehr unbrauchbar. Als Zahlungsmittel für Drogen und Co. eignen sich die Kryptos auch nur bedingt. Je mehr die Krypto-Börsen reguliert werden, desto weniger eignen sie sich. Es ist kein Wunder, dass große Abwärtsbewegungen immer dann einsetzten, als einzelne Länder ihre Regulierungsmaßnahmen erhöht haben.
spon_2294391 05.04.2018
4. Spass vorbei!
Alle kommen wieder zum Ausgangspunkt vor der Hysterie. Bitcoin zu 1800, Ripple 0,25
HARK 05.04.2018
5. Spekulieren statt investieren
Investoren erwarten eine regelmäßige Rendite. Wo soll die bei einer (Krypto-)Währung herkommen? Währungen sind für den Zahlungsverkehr da. Wem das nicht ausreicht, der kann damit natürlich auch spekulieren. Und das ist etwas grundlegend anderes als investieren. Kluge Investoren wissen so etwas...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.