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Bilanz des US-Shopping-Wochenendes: Nur Waffen boomen

Gute Geschäfte: Waffen sind in den USA beliebt Zur Großansicht
AFP

Gute Geschäfte: Waffen sind in den USA beliebt

Das Shopping-Wochenende zu Thanksgiving verlief für den Einzelhandel in den USA eher mau. Laut Schätzungen gaben die Kunden elf Prozent weniger aus als 2013. Nur die Waffenverkäufer hatten dreimal so viel zu tun wie an einem normalen Tag.

Hamburg - Das Thanksgiving-Wochenende ist für die Amerikaner traditionell der Startschuss für das Weihnachtsgeschäft. Von Donnerstag bis Sonntag herrscht in Läden und auf Shopping-Webseiten Ausnahmezustand. Die Anbieter locken mit hohen Rabatten.

Doch in diesem Jahr fiel der Umsatz nach ersten Erkenntnissen eher mau aus: Laut einer Umfrage des Einzelhandelsverbands kauften von Donnerstag bis Sonntag 133,7 Millionen Verbraucher ein - online und in den Läden. Das waren 5,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei gaben sie geschätzt 50,9 Milliarden Dollar aus - elf Prozent weniger als 2013.

Eine Branche war von der Flaute allerdings nicht betroffen: Der Handel mit Schusswaffen lief so gut wie kaum jemals zuvor. Am sogenannten Black Friday, dem Höhepunkt der viertägigen Shopping-Offensive, registrierte das FBI laut dem Fernsehsender CNN mehr als 175.000 "Background Checks". Solche Schnellüberprüfungen müssen Käufer seit 1998 durchlaufen, wenn sie in den USA eine Waffe erwerben wollen. So soll verhindert werden, dass Flüchtige, psychisch Kranke oder Straftäter an Waffen gelangen.

Die Zahl der Checks war demnach am Freitag etwa dreimal so hoch wie an einem normalen Tag. "Der Black Friday ist traditionell einer unserer arbeitsreichsten Tage", zitiert CNN einen FBI-Sprecher. Dieses Mal habe es aber so viele Anfragen gegeben wie noch nie an einem solchen Tag. Überhaupt sei die Zahl nur einmal in der Geschichte höher gewesen: am 21. Dezember 2012.

In den USA gibt es immer wieder Debatten über das vergleichsweise laxe Waffenbesitzrecht. Immer wieder kommt es zu Schießereien und Amokläufen, auch an Schulen und Universitäten. Präsident Barack Obama hatte versucht, den Schusswaffenbesitz strenger zu regeln - und war damit gescheitert.

stk/AP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 79 Beiträge
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1. Zum
VacekKacek 01.12.2014
ordentlichen Haushalt in den USA gehört eine gut geölte, frisch geputzte und stets griffbereit geladene Wumme. Womit sonst soll man denn den schwarzen Nachbarsschwengel grundlos über den Haufen schiessen? Mit einer Erbsenpistole?
2. Ein Land im Verfall
stefano-duffy 01.12.2014
Wenn nicht die Arbeitslostenstatistik frisiert wäre bzw. den Namen auch verdienen würde, wäre der Verfall noch deutlicher erkennbar.
3. Was würde Jesus dazu sagen?
sir wilfried 01.12.2014
Vermutlich fände er keine Worte dafür, was in "Gottes eigenem Land" so abgeht, und würde vom Glauben abfallen.
4. Toll!
roflem 01.12.2014
Das sind gute Nachrichten. Die Bewaffnung von Bevölkerung und Aufrüstung von Polizei mit Kriegswaffen aus den Kriegen in Afghanistan und Irak, wird dem Land gut tun ;-) Als Bankster würde ich jetzt in Munitionshersteller investieren. Danach kann man Philantrop oder Archäologe werden, wie Herr Schliemann.
5. ist klar...
marcelkoerner 01.12.2014
und dann liegen unter dem Weihnachtsbaum neue Gewehre und Pistolen. .. einfach krank...
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