Kriselnder Smartphone-Pionier Blackberry will mit offenem Brief Kunden beruhigen

Nach zahlreichen schlechten Nachrichten und Übernahme-Angeboten ergreift Blackberry selbst das Wort: Der Konzern wirbt in einem offenen Brief um das Vertrauen seiner Kunden - und konzentriert sich auf die Zielgruppen, die ihm noch geblieben sind.

Blackberry-Shop in Jakarta: Zuletzt ging der Absatz rapide zurück
REUTERS

Blackberry-Shop in Jakarta: Zuletzt ging der Absatz rapide zurück


Toronto - Der angeschlagene Smartphone-Pionier Blackberry hat mitten im Existenzkampf einen offenen Brief an nervöse Kunden und verunsicherte Partner gerichtet. "Wir möchten, dass unsere Kunden wissen, dass sie weiterhin auf uns zählen können - wir sind hier, um zu bleiben", heißt es in dem Schreiben, das am Dienstag in neun verschiedenen Ländern in insgesamt 30 Medien veröffentlicht werden soll. In der Nacht veröffentlichte der Konzern den Brief bereits online.

"Sie haben sicher die Schlagzeilen über Blackberry gelesen. Sie fragen sich vielleicht, was sie für Sie als einen den vielen Millionen Nutzer bedeuten, die jeden einzelnen Tag auf Blackberry zählen", heißt es in dem Brief.

Gegen Apple Chart zeigen und Samsung Chart zeigen hat das Unternehmen zuletzt im Smartphone-Verkauf keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen, der Anteil brach auf drei Prozent ein. Blackberry setzt also in dem Brief auf die Kunden, die es noch hat: Es bewirbt die hohe Sicherheit und Produktivität, stellt seine Software-Lösungen heraus - alles Punkte, die Unternehmen und der Regierung wichtig sind, die dem Hersteller bis jetzt noch die Treue halten.

"Es ist wichtig, dass sie diese Botschaft über unseren Fokus hören -wir versuchen nicht, für jeden alles zu sein", sagt Frank Boulben, Marketing-Chef bei Blackberry zur Washington Post.

Der Hersteller verfüge über ausreichend Barreserven und habe keine Verbindlichkeiten. Kunden, Partner und Investoren des kanadischen Konzerns hatten zuletzt wenig zu lachen. Das Unternehmen stand dauerhaft in den Negativ-Schlagzeilen, sei es mit Verzögerungen bei der Einführung neuer Modelle, Gewinnwarnungen oder zuletzt einem drastischen Stellenabbau - jeder dritte der knapp 13.000 Mitarbeiter muss gehen. Im August zog Blackberry die Reißleine und stellte sich selbst zum Verkauf.

In dem offenen Brief gibt Blackberry nun zu, eine schwierige Phase zu durchlaufen: "Wir bauen unsere Kostenstruktur um und dies ist ein sehr schmerzvoller Prozess, aber danach werden wir finanziell besser dastehen und diese Nachricht soll direkt bei unseren Kunden ankommen." Blackberry verfüge über fantastische Produkte und Dienste.

Derzeit bietet ein Konsortium um den größten Blackberry-Einzelaktionär Fairfax rund 4,7 Milliarden Dollar für den Konzern. Zudem erwägen die Firmengründer Mike Lazaridis und Douglas Fregin, das kanadische Unternehmen zurückzukaufen. Insidern zufolge soll Blackberry unter anderem auch mit SAP Chart zeigen, Google Chart zeigen und dem Netzwerkausrüster Cisco Chart zeigen über einen Kauf des gesamten Unternehmens oder von Teilen sprechen.

mia/Reuters

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