Blackrock-Einstieg: Investor bewertet Twitter mit neun Milliarden Dollar

Twitter bekommt einen finanzstarken Investor. Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock beteiligt sich mit 80 Millionen Dollar an dem Kurznachrichtendienst. Der Firmenwert steigt auf neun Milliarden Dollar.

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Corbis

Twitter-Screenshot: Börsenkandidat in zwei Jahren?

San Francisco - Blackrock investiert 80 Millionen Dollar in Twitter - und macht den Kurznachrichtendienst dadurch um rund sieben Prozent wertvoller als Ende 2011. Insgesamt werde Twitter nun mit neun Milliarden Dollar bewertet, schreiben die Nachrichtenagentur Reuters und die britische "Financial Times" ("FT") unter Berufung auf Insider.

Das Engagement des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock basiert den Angaben zufolge nicht auf einer Kapitalerhöhung. Vielmehr sollen Twitter-Beschäftigte ihre Belegschaftsaktien verkaufen. Ähnliche Schritte hatten in den vergangenen Jahren Technologieunternehmen wie Facebook Chart zeigen und Groupon unternommen - auch um dadurch ihre Börsengänge hinauszuzögern. Twitter könnte Branchenspekulationen zufolge binnen zwei Jahren zum Börsenkandidaten werden.

Die Aufwertung von Twitter ist besonders bemerkenswert, weil andere Tech-Unternehmen derzeit das Gegenteil erleben. Allen voran Apple Chart zeigen. Der iKonzern hat nach Angaben der "FT" in vier Monaten ein Drittel an Wert verloren. Allein seit der Veröffentlichung der Unternehmenszahlen am Mittwochabend waren es 66 Milliarden Dollar. Am Freitag musste das Unternehmen den nächsten Rückschlag verkraften: Es ist nun nicht mehr der wertvollste Konzern der Welt. Den Titel hat sich der Ölmulti Exxon Mobil zurückerobert.

yes/Reuters

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1.
_gimli_ 26.01.2013
Zitat von sysopTwitter bekommt einen finanzstarken Investor. Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock beteiligt sich mit 80 Millionen Dollar an dem Kurznachrichtendienst. Der Firmenwert steigt auf neun Milliarden Dollar. Blackrock steigt bei Twitter ein - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/blackrock-steigt-bei-twitter-ein-a-879792.html)
Bevor hier wieder das übliche Social Network-Bashing passiert: Ich habe vor Kurzem erlebt was passiert, wenn eine Krankenschwester auf einem Social Network einen langen Bericht zu mangelhafter Service-Qualität eines Zulieferers schreibt (und ein paar hundert Leute kommentieren). Da laufen Drähte in der jeweiligen Firma heiß. Das kann nämlich richtig Geld kosten, weil Leute von solchen Kommentaren definitiv ihre Kaufentscheidungen abhängig machen. Ich bin auch ein sehr sporadischer Nutzer solcher netzwerke, aber deren Relevanz für das Geschäftsleben (Werbung wie Anit-Werbung) ist mittlerweile immens.
2. Welche Aufwertung???????
Niamey 26.01.2013
Zitat von sysopTwitter bekommt einen finanzstarken Investor. Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock beteiligt sich mit 80 Millionen Dollar an dem Kurznachrichtendienst. Der Firmenwert steigt auf neun Milliarden Dollar. Blackrock steigt bei Twitter ein - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/blackrock-steigt-bei-twitter-ein-a-879792.html)
Nur weil ein weltgrößter Vermögensvernichter poplige 80 Mio US$ investiert? Wenn es 800 Mio oder eine runde Milliarde gewesen wären, ok! Aber trotzdem hilft die Presse bei einer Kursmanipulation der Aktie. Wenn ich sage BMW geht demnächst ab wie die Post und investiere als Anleger 8 Mio in den Wert, kommt ihr dann auch mit solchen Unterstützungsmaßnahmen? Das grenzt an die Pennystockgeschichten wo dann hunderttausende eMails versand worden sind um den Leuten den Mund wässrig zu machen und der Urheber dadurch abkassiert hat.
3.
Battlemonk 26.01.2013
Ich muss grad an das Jahr 2000 denken "Dieses Mal ist alles anders, jedes Unternehmen der neuen Branchen ist das 100 fache seines Jahresumsatzes wert, wenn es Gewinn macht aber mindestens das 1000 fache seines Jahresgewinnes"
4. Vermutlich ...
olm 26.01.2013
gehören den Besitzern von Blackrock über verschlungene Pfade erheblich mehr Anteile an Twitter. Diese werden nun aufgewertet und können teurer verkauft werden. Es könnte aber auch sein, dass die Leute von Blackrock im Geld schwimmen und nicht mehr wissen wohin damit. Vermutlich beides zusammen.
5. Kgv
StonyBrook 26.01.2013
Um den Wert zu rechtfertigen, müssten sie mittelfristig größenordnungsmäßig 1 Mrd. Gewinn machen. Bisher sehe ich dafür kein Geschäftsmodell. Ich sehe nur ein von den Medien überproportional oft zitierten Chat (etwas überspitzt, mir ist der Unterschied schon klar). Naja, trotzdem clever von Blackrock, solange die Kulisse lang genug hält. Den letzten (Investor) beißen die Bären...
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