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Rekord: BMW macht fast sechs Milliarden Euro Gewinn

Mit einem Rekordgewinn für 2014 setzt sich der scheidende BMW-Chef Reithofer ein Denkmal. Sein Nachfolger dürfte es schwer haben, an den Erfolg anzuknüpfen.

Noch-BMW-Chef Reithofer: Wohl geordnetes Erbe Zur Großansicht
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Noch-BMW-Chef Reithofer: Wohl geordnetes Erbe

München - BMW hält mit seinem fünften Rekordjahr in Folge die Konkurrenz in der Oberklasse auf Distanz. Der scheidende Vorstandschef Norbert Reithofer überlässt damit seinem Nachfolger Harald Krüger ein erfolgreiches Unternehmen. Leicht wird die Aufgabe für Krüger trotzdem nicht: Er soll in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass der Abstand zu Daimler Chart zeigen und der Volkswagen-Tochter Audi Chart zeigen gewahrt bleibt.

Im vergangenen Jahr ist es den Verfolgern nicht gelungen, aufzuholen - das zeigen die Bestwerte von BMW bei Absatz, Umsatz und Gewinn. Der Konzern verdiente unter dem Strich mehr als 5,8 Milliarden Euro und damit mehr als je zuvor in der 99-jährigen Firmengeschichte. 2014 verkaufte BMW erstmals mehr als zwei Millionen Autos. Das trieb auch den Umsatz um fast sechs Prozent auf 80,4 Milliarden Euro.

Die Anteilseigner dürfen sich deshalb erneut auf eine Rekorddividende freuen. Allein die drei Großaktionäre Johanna Quandt, Stefan Quandt und Susanne Klatten werden damit gemeinsam gut 815 Millionen Euro kassieren, sofern die Hauptversammlung dem Vorschlag des Vorstands zustimmt.

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"Unsere Fahrzeuge sind bei den Kunden in aller Welt begehrt", sagte Reithofer am Donnerstag in München. Eine knappe Woche vor der eigentlichen Bilanz-Pressekonferenz am kommenden Mittwoch hatte der Konzern wie in den vergangenen Jahren die wichtigsten Kennzahlen des Geschäftsjahres veröffentlicht. Auch die Zahl der Mitarbeiter wuchs weiter. Weltweit beschäftigte der Konzern vergangenes Jahr 116.324 Menschen. Allein in diesem Jahr plant BMW 8000 Neueinstellungen, davon mehr als 5000 in Deutschland.

Hohe Nachfrage nach Premium-Autos

BMW profitiert wie Daimler und Audi von der anhaltend hohen Nachfrage nach Nobelkarossen. Besonders gut liefen die 3er, 4er und 5er Reihe, sowie der Geländewagen X5. Das stärkste Wachstum verzeichneten die Münchner in Asien und dort vor allem im Wachstumsmarkt China. Allein dort kletterte der Absatz um fast 17 Prozent. Gut jedes fünfte Auto verkauft BMW inzwischen in China.

Reithofer legte in der Vergangenheit allerdings Wert auf eine möglichst gleichmäßige regionale Verteilung, damit BMW Chart zeigen nicht zu abhängig von einzelnen Märkten wird. Die wichtigsten waren im vergangenen Jahr China, die USA, Deutschland und Großbritannien.

Zugleich warnte Reithofer erst jüngst vor einer weiter wachsenden Unsicherheit in vielen Regionen. So machten es etwa politische Krisen für Autobauer zunehmend schwierig, langfristig zu planen, hatte der Manager auf dem Autosalon in Genf erklärt. So habe man viele Pläne für den Wachstumsmarkt Russland gehabt, die über Jahre auch funktioniert hätten - und dann mit einem Schlag Makulatur waren. So etwas passiere in Zukunft möglicherweise noch häufiger als bisher.

Im Alltag muss sich darum bald Harald Krüger kümmern. Der bisherige Produktionsvorstand übernimmt zur Hauptversammlung im Mai Reithofers Job. Der wird dann an die Spitze des Aufsichtsrates wechseln, der bisherige Chefaufseher Joachim Milberg verzichtet auf sein Amt.

Zusammengefasst:

Mit dem fünften Gewinnrekord in Folge verschafft sich Noch-BMW-Chef Norbert Reithofer einen glanzvollen Abschied. Die Probleme, die seinen Nachfolger Harald Krüger erwarten, liegen eher außerhalb des Konzerns. Das macht es jedoch nicht einfacher.

mik/dpa-AFX

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