Quartalszahlen: BMW startet mit Rekordgewinn ins Jahr

BMW hat das beste Auftaktquartal der Firmengeschichte präsentiert. Gegen die Erwartungen lässt der Autohersteller die Konkurrenten Audi und Daimler hinter sich und hat in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres bei Umsatz, Gewinn und Verkaufszahlen Rekordergebnisse erzielt.

BMW-Zentrale in München: Rekordstart ins Geschäftsjahr Zur Großansicht
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BMW-Zentrale in München: Rekordstart ins Geschäftsjahr

München - Für den bayerischen Autohersteller läuft es derzeit gut: Alle wichtigen Zahlen liegen im ersten Quartal mit zweistelligen Prozentzahlen im Plus. Der Absatz stieg um mehr als elf Prozent auf über 425.000 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce. Der Umsatz legte mehr als 14 Prozent zu auf gut 18 Milliarden Euro, und der Gewinn wuchs um gut 18 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro.

Die Münchner haben damit nicht nur das beste Auftaktquartal der Firmengeschichte hinter sich, sondern übertrafen auch die Erwartungen vieler Fachleute, die wegen der Kosten für neue Modelle wie den 3er oder den Ausbau der Produktion mit schlechteren Zahlen gerechnet hatten.

"Wir streben 2012 weiterhin neue Bestmarken bei Absatz und Konzernergebnis vor Steuern an", teilte Konzernchef Norbert Reithofer am Donnerstag mit und bestätigte damit seine bisherige Prognose. Wie die Konkurrenten in der Oberklasse profitieren die Bayern vor allem von der großen Nachfrage in Übersee, vor allem in China und den USA.

Wie Audi Chart zeigen oder Daimler Chart zeigen spüren die Münchner nichts von einer Autokrise, auch wenn wie bei fast allen Herstellern die Geschäfte vor allem in Westeuropa nicht ganz so gut laufen. BMW Chart zeigen verzeichnete im ersten Quartal auf dem Heimatkontinent nur ein kleines Plus von 0,5 Prozent.

Auch bei der Profitabilität bleibt BMW vor Audi und Daimler an der Spitze: Die sogenannte Ebit-Marge, die das Verhältnis von Umsatz zum operativen Ergebnis ausdrückt, lag im Startquartal bei 11,6 Prozent. Audi hatte bereits am Mittwoch ebenfalls Bestwerte gemeldet, operativ verdiente die VW-Tochter 1,4 Milliarden Euro und schaffte damit eine Ebit-Marge von 11,4 Prozent.

Daimler hatte zwar im Auftaktquartal ebenfalls einen Absatzrekord verbucht, der Umsatz der Sparte Mercedes-Benz Cars wuchs um acht Prozent auf fast 15 Milliarden Euro, der Gewinn vor Zinsen uns Steuern (Ebit) ging aber leicht, auf 1,25 Milliarden Euro, zurück. Die Umsatzrendite sank bei Daimler deswegen im ersten Quartal von 9,3 auf 8,4 Prozent.

nck/Reuters

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insgesamt 8 Beiträge
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1. Nicht vergleichbar
prophet46 03.05.2012
Zitat von sysopBMW hat das beste Auftaktquartal der Firmengeschichte präsentiert. Gegen die Erwartungen lässt der Autohersteller die Konkurrenten Audi und Daimler hinter sich und hat in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres bei Umsatz, Gewinn und Verkaufszahlen Rekordergebnisse erzielt. BMW: Rekorde bei Gewinn, Umsatz und Absatz im ersten Quartal - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,831067,00.html)
Man sollte in dem Bericht in der gleichen Vergleichslogik bleiben. Erwähnt wird dort Audis Ebit-Ergebnis (operatives Ergebnis vor Steuern und Zinsen) von 1,4 Mrd.€. Bei dem genannten BMW Gewinn von 1,35 Mrd. € handelt es sich um das Nettoergebnis nach Steuern. Die mit dem Audi-Wert vergleichbar Größe von BMW lautet 2,132 Mrd. €. Der zuletzt in den Medien vielfach kolportierte Satz "Audi ist BMW auf den Versen" trifft also nicht zu. Zwischen den beiden Firmen bestehen erhebliche Größenunterschiede bei Absatz, Umsatz, Gewinn.
2. Was
Schweijk 03.05.2012
sich mir nicht erschliesst, ist wo sie diese Umsatzzahlen gemacht haben. In Europa und den USA kann ich mir so nicht vorstellen. Bleibt also nur ein Land CHINA. Wie wir alle aber hoffentlich wissen bleibt diese Geld auch in China, somit sind das also nur rekordbuchungsumsätze, die genau 0 zu unserer Wirtschaft beitragen. Lasst euch nicht blenden Leute.
3. Audi vs BMW
hom0i5l 03.05.2012
Um zu Vergleichen, muss man tatsächlich Vergleiche schaffen. Zum Bsp. dass bei der BMW-Group in diese Zahlen ja auch Mini (68'210 Fahrzeuge) und RR (770 Fhzg.) eingerechnet sind. Bereinigt steht also dem Audi-Absatz von gut 346 Tsd Fahrzeugen ein reiner BMW-Absatz von 356 Tsd Fahrzeugen gegenüber. Oder anders ausgedrückt. Wenn man von BMW den RR und Mini Absatz rausrechnet kann man das wieder mit Audi vergleichen, (wo man dann aber Lamborghini rausrechnen muss und den italienischen Markt, auf dem Audi für den Konzernvertrieb aller VW-Marken verantwortlich ist). Außerdem wird in der BMW-Group sicherlich noch der Absatz von Husqvarna- und den BMW-Motorrädern eigerechnet sein. Es wird also schwer mit dem Vergleichen.... Ausser, dass BMW 10'000 Autos mehr abgesetzt hat...
4.
crocodil 03.05.2012
Da bekommt ja auch die Susanne Klatten wieder ein paar Milliönchen .
5. Nicht vergleichbar
prophet46 03.05.2012
Zitat von hom0i5lUm zu Vergleichen, muss man tatsächlich Vergleiche schaffen. Zum Bsp. dass bei der BMW-Group in diese Zahlen ja auch Mini (68'210 Fahrzeuge) und RR (770 Fhzg.) eingerechnet sind. Bereinigt steht also dem Audi-Absatz von gut 346 Tsd Fahrzeugen ein reiner BMW-Absatz von 356 Tsd Fahrzeugen gegenüber. Oder anders ausgedrückt. Wenn man von BMW den RR und Mini Absatz rausrechnet kann man das wieder mit Audi vergleichen, (wo man dann aber Lamborghini rausrechnen muss und den italienischen Markt, auf dem Audi für den Konzernvertrieb aller VW-Marken verantwortlich ist). Außerdem wird in der BMW-Group sicherlich noch der Absatz von Husqvarna- und den BMW-Motorrädern eigerechnet sein. Es wird also schwer mit dem Vergleichen.... Ausser, dass BMW 10'000 Autos mehr abgesetzt hat...
Ihre Betrachtung ist sachlich falsch. Bei Audi wird der Kleinwagen A1, der den größten Teil des letztjährigen Absatzzuwachses ausmachte, mit in der Absatz eingerechnet, die BMW Minis, die lt. Car-Institut im Schnitt 4 Td. € teurer sind als ein A1, weil hochwertiger und besser motorisiert sind, sollen lt. Ihrer Rechnung nicht bei BMW mitzählen? Dies ist der durchsichtige Versuch, auch von Audi, sich mit selbstgestrickten Vergleichszahlen an die BMW Zahlen heranzurobben. Warum ist im Audi-Umsatz der VW-Vertriebs Italien (VW, Seat, Sconda, Bentley) enthalten? Audis Umsatz macht trotzdem nur 2/3 des BMW Umsatzes aus. P.S. Das Motorrad Geschäft von BMW ist eine vergleichbar kleine Nummer, aber immer noch mehr als doppelt so groß wie das neulich von Audi erworbene Dugati-Geschäft.
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