Autonomes Fahren BMW und Daimler wollen offenbar eng kooperieren

Sie sind die größten Konkurrenten im Luxussegment - und wollen laut einem Bericht bei Roboterautos nun gemeinsame Sache machen. Fürchten BMW und Daimler die Konkurrenz von Waymo?

Autonom fahrender Mercedes in Stuttgarter Parkhaus (Archiv)
DPA

Autonom fahrender Mercedes in Stuttgarter Parkhaus (Archiv)


Daimler und BMW prüfen einem Zeitungsbericht zufolge eine umfangreiche Kooperation beim autonomen Fahren. Daimler-Entwicklungschef Ola Källenius und BMW-Chef Harald Krüger hätten entsprechende Gespräche geführt, berichtet das "Handelsblatt" aus Kreisen beider Unternehmen.

"Beiden Unternehmenslenkern ist klar, dass die besten Jahre der deutschen Edelhersteller vorerst vorbei sind, die Aktienkurse sind ohnehin im Dauertief", schreibt das "Handelsblatt". Geprüft werde daher eine Zusammenlegung der Entwicklungsaktivitäten. Sogar Patente könnten sich die beiden konkurrierenden Unternehmen gegenseitig offenlegen.

Bericht: Entwicklungskosten sollen sinken

Klar ist: Die Autokonzerne stehen beim autonomen Fahren unter Druck. Unter anderem der Software-Gigant und Waymo aus dem Google-Imperium Alphabet Chart zeigen ist für die Hersteller zum großen Konkurrenten bei der Entwicklung von Roboterautos geworden. Die Firma liefert Betriebssysteme und könnte so den Standard für Roboterautos bestimmen.

Erst vergangene Woche hatte Volkswagen bekannt gegeben, gemeinsam mit Ford bei der Zukunft der Elektromobilität eng zusammenarbeiten zu wollen. Der größte europäische Autobauer und die Nummer zwei in den USA gaben auf der Detroiter Automesse eine globale Allianz bekannt, die sich zunächst auf die gemeinsame Entwicklung von Transportern und Pick-ups erstreckt, um kurzfristig Einsparungen zu erzielen. Später soll der Bund auf selbstfahrende Autos, Mobilitätsdienste und Elektroautos ausgeweitet werden.

BMW Chart zeigen und Daimler Chart zeigen dagegen äußerten sich bislang noch nicht offiziell zu der vom "Handelsblatt" berichteten Kooperation. Mit der Zusammenarbeit, so die Zeitung, wollen die beiden Autobauer aber die milliardenschweren Entwicklungskosten beim Zukunftsthema autonomes Fahren senken und einen Industriestandard etablieren.

apr/Reuters



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.