Starker Euro BMW macht weniger Umsatz, aber mehr Gewinn

Mehr Autos verkauft, trotzdem weniger Umsatz: BMW hat im ersten Quartal den hohen Eurokurs zu spüren bekommen. Dennoch konnte der Autokonzern den Gewinn leicht steigern.

BMW-Zentrale in München
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BMW-Zentrale in München


Es waren zum Jahresstart keine guten Rahmenbedingungen für BMW. Der starke Euro und hohe Kosten für Modelle und Technologien schlagen sich in den Geschäftszahlen nieder - dennoch hat der Münchner Autobauer mehr Gewinn gemacht als erwartet. Zwar ging der Vorsteuergewinn im Vergleich zum Vorjahr leicht auf knapp 3,2 Milliarden Euro zurück, unter dem Strich stand jedoch ein um rund ein Prozent höherer Überschuss von 2,3 Milliarden Euro.

Das lag auch an zwei besonderen Effekten: Das chinesische Joint Venture wirtschaftete besonders erfolgreich, zudem musste BMW weniger Steuern zahlen.

Weil BMW Chart zeigen viele Autos außerhalb des Euroraums verkauft, ging der Konzernumsatz trotz der um drei Prozent gestiegenen Autoauslieferungen im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 22,7 Milliarden Euro zurück. Allerdings wäre der Erlös auch ohne die Belastungen aus der Währungsumrechnung leicht geschrumpft.

Für Forschung und Entwicklung hat BMW von Januar bis März mit 1,29 Milliarden Euro knapp neun Prozent mehr ausgegeben als im Jahr zuvor. Obwohl die Preise für Rohstoffe und Vorleistungen gestiegen sind, konnte der Konzern die Rendite in der Autosparte auf 9,7 Prozent steigern. Damit liegt BMW vor den Konkurrenten Mercedes-Benz mit 9,0 Prozent und Audi mit 8,5 Prozent.

Allerdings geriet BMW in anderer Hinsicht noch weiter in Rückstand zu Mercedes-Benz: bei der Zahl der verkauften Autos. Konnten die Stuttgarter im vergangenen Jahr noch 57.000 Autos mehr absetzen als die Münchner, vergrößerte sich der Abstand nun auf 77.000. BMW hofft nun auf die zweite Jahreshälfte, in der der beliebte SUV X3 nicht mehr nur in den USA, sondern dann auch in Südafrika und China vom Band läuft.

fdi/Reuters/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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Lemmingeforscher 04.05.2018
1. Das freut die Aktionäre kurzfristig...
..... und der Kunde wird im Stich gelassen. Eine Wartezeit von 6 Wochen in einer offiziellen BMW Niederlassung, um Bremsen zu erneuern führt zu weniger Personalkosten. Und ganz sicher zu weniger Kunden. Nachdem der Service in der Vergangenheit erstklassig war, habe ich 4 BMW´s gekauft. Nun kaufe ich Lexus. Da wird der Kunde noch beachtet. Und ein Service ist in der Regel in 24 Stunden zu erhalten. Ach ja, und deutlich günstiger. Europaweit. BMW ist für mich ein no go. Und für einige meiner Freunde mittlerweile auch. Un sollte mein aktueller 535d tatsächlich eine betrügerische Software haben, bekomme ich mein Geld wieder. Versprochen. Ich leiste es mir, den Vorgang bis zum BGH zu schleppen, falls dies keiner vor mir tut.
spon_3175452 04.05.2018
2. den weg zum BGH können sie sich sparen
das war keine betrügerische Software. Das Fahrzeug wurde korrekt ausgeliefert, hat dann später beim Standardupdate beim Händler eine falschen Stand aufgespielt bekommen. Das darf zwar auch nicht passieren, und es wundert das es möglich ist, aber war wenigstens kein Betrug. Zumal BMW keinen Vorteil und auch keiner einen Nachteil hatte, auch nicht die Umwelt. Hätte bei nur 11000 betroffenen Autos auch keinen Sinn gemacht. Darüber wurde berichtet, aber nicht ganz so fett wie über den angeblichen Skandal. Zu Ihrer Servicewartezeit, ich warte meist weniger als eine Woche und wenn liegt es eher an meinem Terminkalender. Lassen sie sich die 6 Wochen doch mal erläutern. Zudem ihr Auto ist ja weiter ganz normal fahrfähig, in der Serviceangabe zur Bremse ist ausreichend Sicherheit einkalkuliert, d.h. es gibt eigentlich gar kein Problem.
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