Modellbahnenbauer: Bobby-Car-Hersteller übernimmt Märklin

In der Branche wird der Deal als "Traumhochzeit der Spielwarenbranche" bejubelt: Der Bobby-Car-Produzent Simba Dickie übernimmt offenbar den insolventen Modellbahnhersteller Märklin. Die Mitarbeiter müssen Einschnitte beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld hinnehmen.

Lokomotive von Märklin: Mitarbeiter können auf Jobgarantie bis 2019 hoffen Zur Großansicht
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Lokomotive von Märklin: Mitarbeiter können auf Jobgarantie bis 2019 hoffen

Fürth - Die Übernahme des Modellbahnherstellers Märklin durch den Fürther Bobby-Car-Produzenten Simba Dickie ist offenbar perfekt. Laut Nachrichtenagentur dpa soll die Einigung am Donnerstag offiziell bekanntgegeben werden. Dort wollen der Chef der Simba Dickie Group, Michael Sieber, und Märklin-Insolvenzverwalter Michael Pluta Einzelheiten der Einigung erläutern. In der Branche ist von einer "Traumhochzeit der Spielwarenbranche" die Rede.

Der Modelleisenbahnbauer Märklin war 2009 in die Insolvenz gerutscht, schaffte die Sanierung aber aus eigener Kraft. Das Unternehmen gehört seither insgesamt 1350 Gläubigern und braucht früher oder später einen neuen Besitzer. Simba-Dickie-Chef Michael Sieber sagte dem SPIEGEL im November, Märklin gehöre neben Steiff und Schuco "zu den drei Top-Klassikern der deutschen Spielwarenindustrie". Der Hersteller stehe für Nachhaltigkeit und Qualität - "und danach sehnen sich die Menschen".

Strittig war bei den Gesprächen zuletzt die Frage eines Haustarifvertrags für die Märklin-Mitarbeiter. Da dieser Einschnitte bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld und keine Tariferhöhungen vorsieht, hatte die IG-Metall eine Rückkehr zum Flächentarif gefordert.

Märklin-Betriebsratschef Georg Geiger hatte allerdings bereits Anfang März berichtet, dass viele der rund 470 Mitarbeitern am Standort Göppingen (Baden-Württemberg) der Übernahme des Haustarifvertrags zugestimmt hätten. Im Gegenzug sollen die Beschäftigten eine Arbeitsplatzgarantie bis 2019 erhalten.

cte/dpa

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