Nach Kursstürzen China schaltet automatische Börsennotbremse ab

Die chinesische Börsenaufsicht zieht die Konsequenzen aus den Kursstürzen der vergangenen Tage: Künftig soll der Handel bei starken Schwankungen nicht mehr automatisch ausgesetzt werden. Die Anleger in Europa freut der Kurswechsel.

Börse in China: Es geht abwärts
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Börse in China: Es geht abwärts


Erst zum Jahreswechsel hatte China eine Art Notbremse für die Börsen eingeführt: Bei zu starken Kursstürzen wird der Handel seitdem automatisch gestoppt. Nachdem die neue Maßnahme schon in den ersten Tagen des Jahres gleich zwei Mal angewandt werden musste, macht die Börsenaufsicht nun eine Kehrtwende: Ab Freitag soll der Automatismus vorerst ausgesetzt werden.

An diesem Donnerstag war der Handel in Shanghai wegen eines siebenprozentigen Kursrutsches nach nur einer halben Stunde automatisch abgebrochen worden. Auch am Montag waren Chinas Börsen schon einmal um sieben Prozent abgestürzt.

Experten hatten die automatische Handelsaussetzung kritisiert, weil sie den Marktmechanismus behindert und Ängste schürt. Die chinesische Börsenaufsicht CSRC teilte am Donnerstag mit, der Mechanismus habe nicht den gewünschten Effekt gehabt. Dies sei aber auch nicht der Hauptgrund für den Börsensturz gewesen.

Die Anleger in Europa reagierten erleichtert auf die Ankündigung aus China. Der deutsche Leitindex Dax, der am Donnerstagmorgen zeitweise vier Prozent an Wert verloren hatte, notierte am Nachmittag nur noch rund 2,5 Prozent im Minus.

stk/dpa/Reuters



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insgesamt 12 Beiträge
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Robert Redlich 07.01.2016
1. Spekulanten waren erleichtert, aha
Mal ganz ehrlich, was interessieren mich die Investments von Spekulanten? Von mir aus sollte man Börsen generell einschränken. Mindesthaltefrist 1 Jahr, Spekulationssteuer danach 70%. Erst nach 10 Jahren dürfen Kursgewinne und Dividenden zum persönlichen Steuersatz versteuert werden. Das würde diese beschissene Rechtsform der AG, wo Schlipsträger ohne Haftung nur kurzfristige Profite anstreben, deutlich zurückdrängen. Inhabergeführtr Unternehmen sind deutlich nachhaltiger.
HeisseLuft 07.01.2016
2. Macht ja auch nicht viel Spass
eine Börse jeden Tag nur eine halbe Stunde zu öffnen. Das gäbe auch bald zu viele Witze a la Börse im Kommunismus...
roby 07.01.2016
3. Jetzt wird Reibach gemacht...
Das große Geld wird verdient, wenn die Kurse fallen.
ahloui 07.01.2016
4. @RobertRedlich
Sie sprechen mir aus der Seele
muellerthomas 07.01.2016
5.
Zitat von Robert RedlichMal ganz ehrlich, was interessieren mich die Investments von Spekulanten? Von mir aus sollte man Börsen generell einschränken. Mindesthaltefrist 1 Jahr, Spekulationssteuer danach 70%. Erst nach 10 Jahren dürfen Kursgewinne und Dividenden zum persönlichen Steuersatz versteuert werden. Das würde diese beschissene Rechtsform der AG, wo Schlipsträger ohne Haftung nur kurzfristige Profite anstreben, deutlich zurückdrängen. Inhabergeführtr Unternehmen sind deutlich nachhaltiger.
Haben Sie dafür auch irgendwelche Belege oder ist das nur Ihr Bauchgefühl? Und was ist, wenn der Inhaber "Schlipsträger" ist?
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