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Tiefster Stand seit September: Chinas Börsenkurse rutschen erneut ab

Kurstafel in China mit Kursverlusten (in Grün): Die Unsicherheit ist nicht vorbei Zur Großansicht
AFP

Kurstafel in China mit Kursverlusten (in Grün): Die Unsicherheit ist nicht vorbei

Nach den hohen Kursverlusten in der vergangenen Woche sind die Kurse an den chinesischen Aktienmärkten weiter gefallen: In Shanghai schloss der Leitindex 5,33 Prozent im Minus, die Börse in Shenzhen verlor 6,60 Prozent.

Anleger an den beiden wichtigsten Börsenplätzen in China haben am Montag erneut deutliche Verluste erlitten und schlossen zum Teil auf dem tiefsten Stand seit September. Der Shanghai Composite Index sackte um 5,33 Prozent ab, während der Shenzhen Component Index sogar 6,12 Prozent verlor. Der ChiNext Index für Technologiewerte, der dem amerikanischen Nasdaq ähnelt, lag mit 6,34 Prozent im Minus.

Trotz massiver staatlicher Interventionen dauert der schwere Kursrückgang in China seit vergangener Woche an - der Shanghai Composite Index hatte insgesamt fast zehn Prozent verloren, beim Shenzhen Composite Index waren es sogar mehr als 14 Prozent.

Um die Anleger zu beruhigen, hatte die Börsenaufsicht zum Ende der Woche einen neuen Schutzmechanismus wieder abgeschafft, der zu einer Abwärtsspirale geführt hatte. Danach wurde der Handel bei einem Rückgang um mehr als fünf Prozent für 15 Minuten ausgesetzt und bei mehr als sieben Prozent abgebrochen, was aber zu Panik geführt hatte.

Am Freitag hatten sich daraufhin die Börsen etwas erholt, doch die Sorge um die chinesische Wirtschaft wuchs am Samstag erneut, als die Regierung die Inflationsrate für Dezember bekannt gab. Demnach legten die Verbraucherpreise um 1,6 Prozent zu - das Inflationsziel der Regierung liegt aber "um drei Prozent".

Von den Börsenturbulenzen der vergangenen Woche waren auch die europäischen Handelsplätze in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Deutsche Aktienindex (Dax) verlor im Wochenverlauf 8,3 Prozent. Hintergrund der Entwicklung sind Sorgen um eine Abkühlung der chinesischen Konjunktur. Am 19. Januar werden die offiziellen Wachstumszahlen für das Jahr 2015 veröffentlicht.

Zur Unruhe an den Börsen trugen Irritationen über Chinas Umgang mit der Konjunkturabkühlung bei. Die zweitgrößte Volkswirtschaft nach den USA wertete am Montag ihre Währung Yuan erneut etwas auf. Nach zunächst acht Abwertungen war es die zweite Aufwertung in Folge. Am Markt sorgte dies für Verwirrung über den Kurs der chinesischen Geldpolitik.

Neben den Kursverlusten an den chinesischen Börsen fiel der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans um fast zwei Prozent auf den niedrigsten Stand seit Ende 2011. Die Börse in Tokio blieb wegen eines Feiertags geschlossen. Dies sorgte für noch mehr Volatilität.

nck/Reuters/dpa

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1. Nicht so schlimm..
omop 11.01.2016
m.E. was stark steigt (150%),kann eben auch mal stark fallen. Die chinesische Börse hat eben eine gewisse "Zockermentalität", die sich von den wahren wirtschaftlichen Gegebenheiten entkoppelt.
2. Auf Jahresbasis 30 Prozent im Plus
maxmaxweber 11.01.2016
Wenn man alle Meldungen in den wichtigen deutschen Medien über die Börse in Shanghai zusammen addiert, dann müsste der Index schon weit im negativen Bereich liegen. Dabei liegt der Index auf Jahresbasis immer noch 30 Prozent im Plus.
3. Tja. SSE ist kurz über 3000 stehen geblieben
alex300 11.01.2016
Wenn diese Marke nicht hält, gibt es eine Katastrophe. Dann geht es noch 30% nach unten.
4.
mr.andersson 11.01.2016
Zitat von omopm.E. was stark steigt (150%),kann eben auch mal stark fallen. Die chinesische Börse hat eben eine gewisse "Zockermentalität", die sich von den wahren wirtschaftlichen Gegebenheiten entkoppelt.
wo lese ich denn die "wahren wirtschaftlichen Gegebenheiten" für die nächsten 12-36 Monate? Denn der Wert einer Firma und damit ihrer Aktie erschliesst sich ja aus den erwarteten Zukünftigen Gewinnen bzw. des Wachstums. aktienkurse sind immer "falsch", weil sie eben erwartungen als Preisgrundlage haben und nicht den Buchwert einer Firma. Und jeder hat als "seine wahre Einschätzung" der näheren Zukunft. Und die mittelung dieser ganzen Wahheiten für dann zum Kurs. Fazinierend ist für mich immer, dass es noch Leute gibt die an irgendwelche "wahren wirtschaftlichen Gegebenheiten" zur Bewertung zukünftiger Gewinne glauben. Alle raten und schätzen, und der Kurs ist das Mittel daraus. Und irgendwann sind halt viele zukünftige Gewinne eingpreist, und das Wachstum bleibt irgendwann hinter den Erwartungen zurück (den Firmen geht es zu dem Zeitpunkt meißt noch prima), also brechen die eingepreisden Gewinne und damit die Kurse weg. Das Spiel geht dann in diese Richtung weiter, bis das Waschtum wieder fahrt aufnimme, usw.
5. Unsere Wirtschaft wird weiter boomen
Emil Wild 11.01.2016
Die Börse hat doch absolut nichts mit unserer gesunden Wirtschaft zu tun,. Die wird weiter boomen, Steuereinnahmen sprudeln im Überfluss und Arbeitskräfte sind weiterhin Mangelware. Wir sind ein starkes Land, haben eine starke Führerin und schaffen alles !
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