Wertvollste Konzerne der Welt Amerika hängt alle ab

US-Konzerne dominieren die Weltbörsen: Laut einer Studie stammen die derzeit zehn wertvollsten Firmen alle aus den Vereinigten Staaten. Deutschlands teuerstes Unternehmen sitzt in Baden-Württemberg.

Apple-Chef Tim Cook
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Apple-Chef Tim Cook


Das wertvollste Unternehmen der Welt ist Apple. Der Börsenwert des iPhone-Herstellers liegt derzeit bei 625 Milliarden Dollar. Der Konzern aus Cupertino ist damit mehr wert als die sieben teuersten börsennotierten Unternehmen Deutschlands zusammen. Apples Börsenwert übertrifft zudem die Wirtschaftskraft von Ländern wie Norwegen und Schweden.

Rang zwei belegt die Google-Holding Alphabet, gefolgt von Microsoft. Unter den Top 100 finden sich auch mehrere Banken, Versicherungen und Investmentfirmen aus den USA sowie aus China.

Deutschlands wertvollstes Unternehmen ist laut EY der Softwarekonzern SAP. Mit einem Börsenwert von 103 Milliarden Dollar reicht es im globalen Ranking aber gerade mal für Platz 60. Auch Siemens, Bayer, BASF und Daimler sind in den Top 100 vertreten.

Insgesamt verschiebt sich das Gewicht der Kräfte aber weiter in Richtung der Amerikaner. Während die Zahl der US-Konzerne im Top-100-Ranking im Vergleich zum Vorjahr von 55 auf 59 stieg, sank die Zahl der europäischen Unternehmen von 26 auf 23.

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"Europa gibt zurzeit kein überzeugendes Bild ab", sagte Hubert Barth, Vorsitzender der EY-Geschäftsführung in Deutschland, die Entwicklung. "Der Kontinent ist politisch uneins, driftet wirtschaftlich weiter auseinander und kämpft nach wie vor mit der Staatsschuldenkrise, die immer wieder aufflammen kann und gerade den Finanzsektor belastet."

Hinzu kämen eine starke Abhängigkeit von klassischen Industriebranchen sowie der Mangel an jungen Technologieunternehmen, die es bis an die Weltspitze schaffen könnten.

In Europa spielen nach Einschätzung von EY vor allem etablierte Auto-, Pharma- und Rohstoffkonzerne eine große Rolle. Aus den USA schafften es mit Apple, Alphabet, Microsoft, Amazon und Facebook gleich fünf vergleichsweise junge Technologieunternehmen in die weltweiten Top Ten. Im kommenden Jahr könnten weitere Tech-Pioniere wie Snapchat, Dropbox, Uber oder Airbnb an die Börse gehen. Die Dominanz der USA im IT-Bereich werde zunehmend zu einem Standortnachteil Europas, warnte Barth.

ssu/Reuters



insgesamt 182 Beiträge
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Aculus 29.12.2016
1. So is es und es wird noch schlimmer werden
Weil die Europäer zurückgewandt der Vergangenheit nachtrauern und nicht offen für Neues sind. Man schaue sich nur mal die Einstellung zu CETA/Freihandel, Gentechnik, Neue Technologien, Chemie, Internet aber auch Migration und Innovation. Tja, da hamma den Salat.
Wunderläufer 29.12.2016
2. Uninteressant
Für mich als Arbeitnehmer zählt: welches Unternehmen bietet Arbeitsplätze in Deutschland. Was haben die USA von Steuerflüchtlingen wie Apple? Da lobe ich mir VW, die zwar nicht so profitabel arbeiten wie mancher US-Vorzeigeladen; aber VW bietet gut bezahlte Arbeitsplätze in Deutschland
zensurgegner2016 29.12.2016
3.
Unsere Altherrenregierungsvertreter betrachten das Internet ja noch als "Neu" Wie soll dann dabei was sinniges herauskommen
casa123 29.12.2016
4.
Ein hoch auf das Imperium USA. Krankhafter Kapitalismus im Endstadium. Mehr, mehr, mehr – das macht glücklich und zufrieden.
alangasi 29.12.2016
5. Woher soll es den kommen.
Wir haben alle Hände voll damit zu tun die Welt zu retten. IT heißt bei uns max. Anwendersoftware und E-Commerce. Und das wird sich auch nicht mehr ändern...
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