Dow Jones im Minus Zinsangst - Kurssturz an der Wall Street

Steigen die Zinsen schneller als erwartet? An der Börse in New York fallen die Aktienkurse, der Dow Jones verzeichnet das größte Minus seit zwei Jahren.

Händler an der New York Stock Exchange
AP

Händler an der New York Stock Exchange


Der Ausverkauf an der Wall Street hat sich am Freitag zugespitzt. Angst vor steigenden Zinsen trieb die Anleger in Scharen aus dem Markt. Der Dow Jones Industrial rutschte um 2,5 Prozent auf 25.520 Punkte.

Im Wochenverlauf weitete der US-Leitindex sein Minus damit auf mehr als vier Prozent aus - der größte prozentuale Wochenverlust seit zwei Jahren. Auf Tagesbasis war es das größte Minus seit Juni 2016.

Als Grund nannten Händler steigende Zinserwartungen. Höhere Zinsen bremsen die Konjunktur - und drücken somit auf die Aktienkurse. Manfred Bucher von der BayernLB sprach am Vortag bereits von einem "überhitzten US-Aktienmarkt" und erhöhten Korrekturgefahren.

Verschärft wurde die Lage am Freitag durch neue US-Arbeitsmarktdaten. Die unerwartet starke Lohnentwicklung deutet auf eine höhere Inflation hin, was die Notenbank Fed zu weiteren Zinserhöhungen ermutigen könnte.

Auch die weiteren Indizes standen am Freitag heftig unter Druck. Der breit gefasste S&P 500 fiel um 2,1 Prozent auf 2762 Punkte. Der Nasdaq 100 sackte um 2 Prozent auf 6760 Punkte ab.

Im Dow Jones ging es unter anderem für die Papiere von Apple bergab - am Tagesende stand ein Minus von fast 4,5 Prozent. Die Aktien des Ölkonzerns Exxon Mobil fielen um 5,1 Prozent, die des Konkurrenten Chevron sogar um 5,6 Prozent.

wal/dpa



insgesamt 30 Beiträge
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willibaldus 02.02.2018
1.
Was die Lohnentwicklung angeht, kann ich nichts besonderes feststellen. https://de.tradingeconomics.com/united-states/average-hourly-earnings https://de.tradingeconomics.com/united-states/wages Die Letzte Zinsentscheidung der Fed letzte Woche war auch bei 0 Veränderung. Vielleicht war es der Ausblick den die Fed gegeben hat auf mögliche 4 Zinsschritte dieses Jahr.
Onkel Drops 02.02.2018
2. noch springen sie nicht aus den Fenstern
die Lohnkosten steigen ? ach ja es wirds ja nun auch einiges im Inland versteuert! und die ausgelagerten Gelder noch dazu? na dann gibts etwas weniger für die entsprechenden Aktionäre. und da Aktien wie Prostituierte sind : der Wert wird vom angebotenen bestimmt! na dann legen manche das Geld drüben bei der anderen Laterne an ,da gibts noch all inklusive... ! los Trump kurbel die alte Kriegsmaschine noch mal richtig an oder marschier in newnew Mexiko ein und hol den Zaster für die Megamauer!!! down Jones ist halt ein Spiel Verderber
lostcontinent 03.02.2018
3. Höhere Zinsen bremsen die Konjunktur?
ach was? Ich dachte die letzten Jahre immer, daß niedrige Zinsen nötig wären um die Konjunktur wieder ANZUKURBELN. Wenn die angekurbelt ist, dürfen die Zinsen also nicht mehr steigen? Die Globalisierung hat in meinen Augen nur eins gebracht: die Globalisierung des (amerikanischen) Idiotismus. Das Problem heutzutage ist nicht der (Finanz) Kapitalismus, sondern daß völlig ungeeignete "Manager" heutzutage (Welt)politik beeinflussen können. Ganz ehrlich: ich weiß schon gar nicht mehr, was ich meinen Kindern an Werten vermitteln soll. Traurig, aber wahr.
peterpretscher 03.02.2018
4. Zinsangst?
Vieleicht in den USA, aber nicht in der EU oder D! Der Draghi hält die Null Linie bei den Zinsen!
opinio... 03.02.2018
5. Immer noch wird gezockt
Und Geld verbrannt von der Finanzindustrie, die nichts anderes macht, als Geld virtuell hin und her zu schieben. In der Wall Street wohnt das Übel, dass sich seit Weltkrieg I an jedem Krieg fetter frisst
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