Nach Verlusten an der Wall Street Japanische Börse schließt mit minus zwei Prozent

Der Ausverkauf an der New Yorker Wall Street hat sich auch an der Börse in Japan bemerkbar gemacht. Der Leitindex Nikkei schloss mit einem Verlust von 2,3 Prozent.

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Die Börsenwoche in den USA und Japan endet, wie sie begonnen hat: Mit nervösen Händlern und deutlichen Verlusten. Nach einem Ausverkauf am US-Aktienmarkt ging auch der japanische Leitindex Nikkei Chart zeigen mit einem Minus aus dem Handel. Er verlor bis zum Handelsschluss 2,3 Prozent, zwischenzeitlich hatte er sogar bei Minus 3,5 Prozent gelegen. Auf Wochensicht beträgt das Minus beim Nikkei gut acht Prozent.

Noch heftiger traf es die chinesischen Börsen. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Werten vom Festland brach um fünf Prozent ein und hat damit auf Wochensicht fast elf Prozent verloren. Deutlich fielen auch die Verluste in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong aus, wo der Leitindex Hang Seng um drei Prozent absackte.

Die US-Börsen hatten am Donnerstag erneut herbe Verluste hinnehmen müssen. Der Dow-Jones-Index Chart zeigen der Standardwerte schloss mit einem Minus von 4,2 Prozent bei 23.858 Punkten. Der deutsche Leitindex Dax Chart zeigen ging am Donnerstag mit minus 2,6 Prozent aus dem Handel. Das war der größte Tagesverlust seit eineinhalb Jahren.

Als wichtigster Grund für die Kursrückgänge gilt die Sorge vor steigenden Zinsen. Damit würden Anleihen im Vergleich zu Aktien begünstigt, was auf die Stimmung an der Börse drückt. Dass die Zinsen steigen könnten, liegt an der guten Lage der US-Wirtschaft. So haben die Löhne in den USA deutlich zugelegt, was wiederum die derzeit niedrige Inflation nach oben treiben könnte. Das könnte den neuen US-Notenbankchef Jerome Powell dazu veranlassen, den Leitzins stärker anzuheben als bislang von der Federal Reserve geplant, um den Preisanstieg unter Kontrolle zu halten.

Ein weiterer Faktor für die Turbulenzen an den Börsen: Ein Großteil der Finanzmärkte wird inzwischen durch Computerprogramme gesteuert. Werden bestimmte Kursmarken nach unten durchbrochen, werden automatisch und blitzschnell weitere Papiere abgestoßen. Das verstärkt den Kurssturz.


Welche Erklärungen es noch für die gegenwärtigen Turbulenzen an der Börse gibt und welche Strategie Kleinanleger verfolgen können, lesen Sie hier.

mmq/dpa/Reuters

insgesamt 2 Beiträge
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Spiegel-Reader 09.02.2018
1. Panikmache - man sollte mal auf die Charts schauen!
Ich verstehe die aktuelle Panikmache nicht. Man kann Krisen auch herbeireden. Meistens schafft man das. Alle haben gesagt, dass die Aktienmärkte überbewertet sind. Postet doch bitte jedes mal ein Chart der letzten 10 Jahre dazu, um es in Relation zu bringen. Natürlich hat die US-Börse den "punktuell" höchsten Absturz, aber er liegt ja gesamt auch doppelt so hoch wie früher. Schön, dass es journalistisch immer irgendein Superlativ gibt, den man in die Waagschale werfen kann.
cabeza_cuadrada 09.02.2018
2. siehste
endlich ist er da, der Crash. Seit 2011 steht der ja kurz bevor. Immer und immer wieder wurde davor gewarnt. Und jetzt? Es geht bestimmt gleich los, die ewige Leier, dieses neumodische Aktiendingens ist gefährlich, da ist man auf einmal sein ganzes Vermögen los. Nee nee, dann doch lieber das gute alte Sparbuch.
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