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Technische Probleme: Handel an New Yorker Börse mehr als drei Stunden ausgesetzt

Händler an der New Yorker Börse: Kein Zeichen von Panik Zur Großansicht
REUTERS

Händler an der New Yorker Börse: Kein Zeichen von Panik

An der New Yorker Börse haben technische Probleme für eine Zwangspause gesorgt. Der Handel wurde stundenlang ausgesetzt. Es habe keinen Hackerangriff gegeben, teilte die Betreibergesellschaft mit.

Technische Probleme haben die New Yorker Börse am Mittwoch stundenlang zum Erliegen gebracht. Der Handel mit allen Wertpapieren sei vorübergehend gestoppt worden, teilte die New York Stock Exchange (NYSE) zunächst mit. Es handle sich nicht um einen Hackerangriff, verkündete die Betreibergesellschaft später via Twitter. Es gebe interne technische Probleme, diese gingen aber nicht auf eine Cyber-Attacke zurück. Erst knapp eine Stunde vor Handelsschluss öffnete die Börse wieder.

Während der Zwangspause gaben sich Börsianer gelassen. "Es ist alles unter Kontrolle. Wir warten auf weitere Informationen. Es gibt keine Anzeichen für eine Panik", zitierte die Nachrichtenagentur Reuters einen Händler.

Die NYSE ist zwar nach wie vor einer der wichtigsten Finanzplätze weltweit, ihr Anteil am US-Aktienhandel lag zuletzt aber nur noch bei gut 25 Prozent. An anderen großen Handelsplätzen wie der Technologiebörse Nasdaq Chart zeigen liefen die Geschäfte wie gewohnt weiter. Dort und auch an anderen Börsenplätzen wurden die an der NYSE notierten Anteilsscheine weiter gehandelt. Die Folgen der Technikpanne für die Finanzmärkte waren daher gering.

Ein Sprecher des US-Präsidialamts sagte, dass Präsident Barack Obama über die Handelsunterbrechung informiert worden sei. Das Finanzministerium beobachte "die Situation an der Börse". Auch die amerikanische Bundespolizei wurde dem TV-Sender CNBC zufolge eingeschaltet. Die Börsenaufsicht SEC teilte mit, in engem Kontakt mit der NYSE zu stehen.

Die Panne kommt an einem sowieso angespannten Tag. Die Griechenlandkrise und besonders der Börsencrash in China sorgen bei den Anlegern für Unruhe.

mmq/dpa/Reuters

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insgesamt 6 Beiträge
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1. Geh bitte!
joes.world 08.07.2015
Die chinesische Börse legt eine rasante Kurskorrektur ein. Die Wirtschaft schaut gespannt auf die zweit mächtigste Wirtschaftsnation der Welt. Griechenland selber ist irrelevant. Relevant ist nur, dass sich die gesamte Euro-Zone immer länger als handlungsunfähig erweist. Jetzt wäre ein idealer Zeitpunkt den Euro wieder zu stärken. Ließe man Griechenland gehen. In dem die EZB und die Euro-Gruppe ihnen kein Geld mehr schenkt. Die Augen der Wirtschaftswelt sind im Augenblick ganz wo anders. Der Zeitpunkt wäre günstig. Aber nur wenn man rasch und konsequent handelt. Und dann haben wir ein Griechenland mit Neubeginn, einen besseren Euro. Weniger Ansteckungsgefahr für andere Eurostaaten. Was es dazu bräuchte? Politiker mit Mumm. Und Entscheidungskraft. Leider fehlen diese bei den beiden Hauptakteuren: in Frankreich wie in Deutschland.
2. Computerpannen
Gottloser 08.07.2015
auch bei United Airlines udn dem Wall Street Journal. Die amerikanische IT-Branche ist auch nicht fehlerfrei. Keiner hat übrigens von Hackerangriffen gefaselt.
3. Nichts zu sehen hier, bitte weiter gehen
tailspin 08.07.2015
Genauso wie es heute morgen keinen Angriff auf United AIrlines, Wall Street Journal und Zero Hedge gegeben hat. http://www.zerohedge.com/news/2015-07-08/what-first-world-cyber-war-looks-global-real-time-cyber-attack-map Ich kaufe schon mal Dosensuppen, Munition und Naegel fuer den Ernstfall.
4. Das System ist so komplex
moriturus62 08.07.2015
wie das Finanzsystem. Und es wird der Zeitpunkt kommen, an dem das System zusammenbricht, genau aus diesem Grund und aus dem Grund, dass man nicht glauben kann, dass Gewinnerwartungen exponentiellen Funktionen folgen können.
5. Technische Probleme
Ichbines2 08.07.2015
fallen rein zufällig immer dann an, wenn an denBörsen ein Crash droht: China hat bereits einen satten Crash von über 30 % ingelegt, Japan verliert an einem Tag 638 Punkte, Pueto Rico ist Pleite und in Europa tobt die Griechenland-Krise. Der Dow hält sich aber "Dank" der technischen Probleme noch recht gut mit nur einem Prozent Minus....
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